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Highlight 201
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Ausgabe vom 07. November 2003
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A MoFi is a Sofi is a MoFi is a Sofi...
Wenn wir auf unserer Erde eine Mondfinsternis sehen, dann würde ein Raumfahrer auf dem Mond in diesem Augenblick stattdessen eine Sonnenfinsternis erleben. Wie dies aussehen würde, haben die drei Apollo-Astronauten Conrad, Gordon und Bean während der Apollo 12 -Mission vor ziemlich genau 34 Jahren erlebt. Sie konnten eine von der Erde hervorgerufene Sonnenfinsternis fotografieren, als sie am 21. November 1969 während des Rückflugs zur Erde mit ihrer Raumkapsel durch den Erdschatten flogen. Das Bild zeigt die letzten Sonnenstrahlen, bevor das Zentralgestirn hinter der Erdscheibe verschwindet. Wer wird wohl der erste Mensch sein, der diesen Anblick von der Mondoberfläche aus miterleben kann? In der langen Herbstnacht von Samstag, 8. November 2003, auf Sonntag wird in ganz Europa, Nordamerika, Afrika, so wie im westlichen und südlichen Asien wieder einmal eine Mondfinsternis zu sehen sein. Das bedeutet, die Mittelpunkte von Sonne, Erde und Mond befinden sich nahezu auf einer (gedachten) Linie, so dass der Mond sich durch den Kernschatten der Erde bewegt. Dies kann natürlich nur bei Vollmond der Fall sein. Aber eben nicht bei jedem Vollmond, da die elliptische Bahn des Mondes um die Erde leicht geneigt ist: Während der meisten Vollmonde ist vom Mond aus gesehen die Sonne also ein kleines Stück oberhalb oder unterhalb der Erdscheibe zu sehen - nur durchschnittlich ein bis zwei mal im Jahr kommt es zu der Konstellation, die eine Mondfinsternis erzeugt. Eine von der Erde aus zu sehende Mondfinsternis bedeutet für einen Betrachter auf der unserer Erde zugewandten Vollmondoberfläche gleichzeitig natürlich, dass er die Sonne hinter der Erde verschwinden sieht: Eine klassische Sonnenfinsternis also. So ein Ereignis zu beobachten wäre bisher nur den 24 Apollo-Mondastronauten möglich gewesen. Tatsächlich konnten die drei Amerikaner Conrad, Gordon und Bean während der Apollo 12 -Mission vor ziemlich genau 34 Jahren eine solche, von der Erde hervorgerufene Sonnenfinsternis fotografieren, als sie am 21. November 1969 während des Rückflugs zur Erde mit ihrer Raumkapsel durch den Erdschatten flogen. Das Bild zeigt die letzten Sonnenstrahlen, bevor das Zentralgestirn hinter der Erdscheibe verschwindet. Während einer totalen Mondfinsternis verdunkelt sich die uns zugewandte Seite des Trabanten allerdings nicht vollständig. Sonnenlicht, das die inhomogene Lufthülle der Atmosphäre und Stratosphäre um die Erde passiert, sorgt dafür, dass die Licht-Schattengrenze nicht messerscharf verläuft, sondern vor allem energieärmeres Licht der roten Wellenlängen zur Mondscheibe hin gestreut wird, weshalb der Mond bei einer Finsternis oft ein unverwechselbares kupferfarbenes bis orangenes Antlitz erhält. Die letzte Mondfinsternis dieses Jahres am 8./9. November 2003 hat mit 25 Minuten Totalität eine relativ kurze Dauer. Dies hat seinen Grund darin, dass der Mond den südlichen Rand des Erdschattens nur gerade eben in vollem Durchmesser streift. Für Beobachter in Mitteleuropa, wo überall auf dem Kontinent die Mondfinsternis in voller Länge zu sehen ist, heißt es, lange durchzuhalten, ehe das Naturereignis zu sehen ist und brav den Teller leer zu essen, damit auch die Wetterbedingungen mitspielen:
Mondfinsternis am 8./9. November 2003:
Autor: Dipl. Geol. Ulrich Köhler WWW-Bearbeiter: Wilfried Tost URL dieser Seite: http://solarsystem.dlr.de/HofW/2003/201/index.shtml |
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