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Highlight 34
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Ausgabe vom 25. Februar 2000
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Das ist doch zum in die Luft gehen...
Astronomische Objekte sind viele Millionen und Milliarden Kilometer entfernt und das Licht, das sie ausstrahlen, hat eine lange Reise hinter sich, ehe es uns erreicht. Für viele Wellenlängen sind jedoch die letzten paar Kilometer durch die Erdatmosphäre das vorzeitige Ende ihrer langen Reise. Wieviel Prozent der Strahlung in den einzelnen Spektralbereichen letztendlich auf der Erdoberfläche ankommt, zeigt diese Darstellung.
Für den infraroten Bereich des Spektrums, vor allen Dingen zwischen 30 Mikrometer und 1 mm Wellenlänge, bedeutet das unvermeidliche Wasser in den Luftschichten bis ca. 12 km Höhe das "Aus". Astronomen sind aber gerade an diesem Infrarotbereich interessiert, denn mit ihm kann man etwas über die Geburt neuer Sterne, die Ereignisse um das Schwarze Loch in unserer Milchstraße oder über Galaxienkollisionen erfahren. Die Absorption durch die Erdatmosphäre ist stark wellenlängenabhängig. Einen entscheidenden Einfluss auf die Durchlässigkeit hat dabei der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre. Zunächst wurden deshalb IR-Observatorien auf hohen Bergen errichtet, doch selbst hier sind die Bedingungen nicht ideal. Gewisse Beobachtungen können generell auf der Erde nicht gelingen, egal wie groß das Teleskop dazu ist. Wissenschaftler sind jedoch bekannt dafür, das sie für alles eine clevere Lösung finden. In diesem Fall packen sie einfach ein 2,5 m-Spiegelteleskop ins Flugzeug und messen in 13 bis 15 km Flughöhe. Hier zeigen sich besonders im fernen Infrarot die Vorteile eines fliegenden Observatoriums. Weitere Informationen zum fliegenden Observatorium SOFIA (Stratosphären Observatorium Für Infrarot Astronomie) gibt es auf den neu gestalteten deutschsprachigen Seiten des gemeinsamen NASA/DLR-Projektes unter http://www.dlr.de/SOFIA.
Dieses Highlight der Woche stammt von
Dr. Ruth Titz aus der
Abteilung IR/FIR-Astronomie im
Fachbereich Erdfernerkundung des
DLR in Berlin-Adlershof. Ein Schwerpunkt der Abteilung liegt in der
Entwicklung von FIR- bzw. THz-Technologie (Detektoren, Empfänger,
Strahlungsquellen).
Autor: Dr. Ruth Titz WWW-Bearbeiter: Wilfried Tost URL dieser Seite: http://solarsystem.dlr.de/HofW/nr/034/index.shtml |
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