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Highlight 110
Ausgabe vom 07. September 2001
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Globales Farbbild von Callisto

Globales Farbbild von Callisto

Helle "Narben" auf einer ansonsten dunklen Oberfläche bezeugen eine von zahllosen Impaktereignissen geprägte Vergangenheit des Jupitermondes Callisto.

Die drei dem Bild zugrunde liegenden Einzelaufnahmen wurden im Mai 2001 von der NASA-Raumsonde Galileo aufgenommen und am DLR-Institut für Weltraumsensorik und Planetenerkundung zu einem Farbbild zusammengefügt. Dies ist die einzige vollständige globale Farbaufnahme von Callisto durch die Galileosonde, welche den Planeten Jupiter seit Dezember 1995 umkreist. Von den vier großen Jupitermonden ist Callisto mit 1,8 Millionen Kilometer Distanz der am weitesten von Jupiter entfernte. Mit einem Durchmesser von 4817 Kilometer ist Callisto der drittgrößte Mond im Sonnensystem.

Callistos Oberfläche ist ziemlich gleichmäßig von Kratern bedeckt, Farbe und Helligkeit variieren jedoch im globalen Maßstab. Die Wissenschaftler glauben, dass die hellen Gebiete im Wesentlichen von Wassereis bedeckt sind, während die dunklen stark erodiert und an Eis verarmt sein dürften.

Wissenschaftler am Institut für Weltraumsensorik und Planetenerkundung des DLR sind als einzige nicht-amerikanische Gruppe am Kameraexperiment der Mission Galileo beteiligt. Die Auswertung der Daten erfolgt hauptsächlich in der Abteilung Planetengeologie. Von besonderem Interesse ist die geologische Entwicklung und Altersbestimmung, aber auch die geochemische Zusammensetzung der vier großen Jupitermonde.

Bilder zu Jupiter und seinen Monden finden im Projekt Galileo und einigen Highlights der Woche.


Autor: Tilmann Denk WWW-Bearbeiter: Wilfried Tost
URL dieser Seite: http://solarsystem.dlr.de/HofW/nr/110/index.shtml

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