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Saturn mit seinen Ringen und Monden (Fotomontage) (NASA/JPL/ESA).
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Übersicht über das Saturnsystem
Saturn ist mit einem Abstand von 1,43 Milliarden Kilometern (9,6 Astronomischen Einheiten;
1 AU = 149,3 Millionen Kilometer (Entfernung Sonne-Erde) der äusserste der fünf bereits seit
der Antike bekannten Planeten. Anders als die aus Silikaten und Metallen zusammengesetzten, so
genannten terrestrischen Planeten des inneren Sonnensystems (Merkur, Venus, Erde und Mond, Mars,
Asteroiden) gehört der Saturn zusammen mit Jupiter, Uranus und Neptun zu den Gasriesen. Diese
vier äusseren Planeten bestehen ähnlich wie die Sonne überwiegend aus Wasserstoff und Helium.
Saturn ist mit einem Äquatordurchmesser von etwa 120000 km der zweitgrößte Planet im Sonnensystem.
Zwei weitere Kennzeichen heben ihn (ebenso wie die drei übrigen Gasriesen) von den terrestrischen
Planeten ab: (1) die Existenz eines Ringsystems, und (2) ein System aus zahlreichen
Monden von
Planetengröße bis zu wenigen Kilometern Durchmesser.
Saturn wurde erstmals im Jahr 1979 durch die Raumsonde Pioneer 11 besucht. Anschließend flogen
die beiden Voyager-Sonden im November 1980 (Voyager-1) und im August 1981 (Voyager-2) an Saturn
und einigen seiner Monde vorbei. Seit 1. Juli 2004 befindet sich die Sonde Cassini im Saturnsystem
und umrundet den Zentralplaneten auf einer exzentrischen Bahn.
| Hauptkennzeichen |
| Entfernung von der Sonne: |
1,43 Milliarden Kilometer (9.56 AU) |
| Umdrehungsdauer um die Sonne: |
29 Jahre 229 Tage |
| Äquatordurchmesser: |
120536 km (10-fache Erdgröße) |
| Rotationsdauer (am Äquator): |
10 Stunden 40 Minuten |
| Mittlere Dichte: |
0.69 g/cm3 (Erde: 5.53 g/cm3) |
| Masse: |
5,6851*e26 kg (95-fache Erdmasse) |
| Volumen: |
8,2713*e14 m3 (764-faches Erdvolumen) |
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Atmosphäre des Saturn
Saturn besitzt wie Jupiter, Uranus und Neptun keine Oberfläche. In Fernrohren und auf Bilddaten von
Planetenmissionen ist lediglich die Wolkenobergrenze einer viele hundert Kilometer tiefen Atmosphäre
zu sehen. Die Atmosphäre ist zum überwiegenden Teil aus Wasserstoff (94%) und Helium (6%) zusammengesetzt,
dazu kommen Spuren unter anderem von Methan und Ammoniak vor. Saturn besteht damit zum größten Teil aus
den selben Elementen wie die Sonne (84% Wasserstoff; 16% Helium), allerdings in etwas anderen
Mengenverhältnissen. An der Wolkenobergrenze wurden Temperaturen von etwa 180° Celsius gemessen.
Die Atmosphäre ist wie die Jupiters in Ost-West-verlaufende helle Bänder und dunkle Zonen unterschiedlicher
Zusammensetzung und unterschiedlicher Höhen zueinander unterteilt. Die Windgeschwindigkeiten sind noch
höher als in der Jupiteratmosphäre (dort 600 km/h) und stehen mit bis zu 1800 km/h in keinem Vergleich
zu irdischen Windgeschwindigkeiten (bis zu 400 km/h).
Saturns Ringsystem
Die Ringe wurden bereits von Galileo Galilei 1610 gesehen, aber erst Christiaan Huygens erkannte
1655 ihre Ringstruktur. Ringsysteme weisen alle vier Gasriesen auf, aber das Ringsystem Saturns
ist in seiner Form einzigartig. Billiarden kleiner Eisbrocken, von Staubkorn bis Hausgröße, umkreisen
den Planeten in seiner Äquatorebene so dicht gepackt, dass von weitem gesehen der Eindruck einer
geschlossenen, zum großen Teil undurchsichtigen Scheibe entsteht, deren äußerer Rand einen Durchmesser
von 280.000 km besitzt. Die Ringdicke dagegen beträgt nur wenige hundert Meter.
Im Fernrohr sind je nach Auflösung meist zwei auffallende Ringe erkennbar, von aussen nach innen der
A- und B-Ring, wobei der B-Ring deutlich heller als der A-Ring ist. Zwischen A- und B-Ring befindet
sich eine Lücke, die Cassinische Teilung (benannt nach ihrem Entdecker D. Cassini, 1675). Innerhalb
des B-Rings finden sich zwei weitere, allerdings sehr schwache Ringe (C und D). Die ins Saturnsystem
entsandten Raumsonden spürten weitere, allerdings noch lichtschwächere Ringe ausserhalb des A-Rings
auf (von innen nach aussen F-, G- und E-Ring).
English Version
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