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Noachis Terra: Der Krater Holden und Uzboi Vallis
Bild 1
(Farbbild)
Hi-Res JPG
(19.4 MB)
Der Holden-Krater. Norden ist links. Copyright: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)
Bild 2
(Perspektive)
Hi-Res JPG
(20.7 MB)
Teil des Holden-Kraters, südliche Blickrichtung. Copyright: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)
Bild 3
(Perspektive)
Hi-Res JPG
(7.86 MB)
Teil des Holden-Kraters, westliche Blickrichtung. Copyright: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)
Bild 4
(Graustufenbild - Detail)
Hi-Res JPG
(1.11 MB)
An den Kraterrändern sind zahlreiche kleine Rinnen zu erkennen, die
stellenweise auch fein verästelte Talnetzwerke ausprägen. Die Rinnen enden am
Kraterboden im südlichen Teil in flachen, gut erkennbaren so genannten
Schwemmfächern. Copyright: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)
Bild 5
(Graustufenbild - Detail)
Hi-Res JPG
(1.06 MB)
Uzboi Vallis weist die Spuren mindestens zweier unterschiedlicher
Entwicklungsphasen auf. Die erste Phase führte zur Bildung des ungefähr 20
Kilometer breiten Tales, während in einer späteren Phase die schmale Rinne in
den nun vorhandenen Talgrund eingeschnitten wurde. Diese Rinne ist an der
Mündung in den Krater durch einen Bergsturz versperrt. Copyright: ESA/DLR/FU Berlin
(G. Neukum)
Bild 6
(Anaglyphe)
Hi-Res JPG
(35.9 MB)
Der Holden-Krater in 3D. Norden ist links. Copyright: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)

Zur Ansicht der dreidimensionalen Bilder benötigen Sie eine Rot-Grün- oder eine Rot-Blau-Brille,
die Sie in Deutschland z.B. bei jedem gutsortierten Optiker
erhalten
Bild 7
(Graustufenbild)
Hi-Res JPG
(26.3 MB)
Der Holden-Krater. Norden ist links. Copyright: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)
Bild 8
(Regionaler Kontext)
Hi-Res JPG
(1.97 MB)
Copyright: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)
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Am 14. Juni 2004 nahm die vom
Deutschen Zentrum für
Luft- und Raumfahrt (DLR)
betriebene, hochauflösende
Stereokamera HRSC an Bord der
ESA-Raumsonde Mars Express
während Orbit 511 einen Teil der
Region Noachis Terra auf. Die
Abbildungen zeigen hiervon einen
Ausschnitt bei 26 Grad südlicher
Breite und 325 Grad östlicher
Länge: die Talmündung des Uzboi
Vallis in den Holden-Krater.
Das Uzboi-Tal, nach einem
ausgetrockneten Fluss in
Sibirien benannt, führt durch
das südliche Hochland des Mars
aus dem Gebiet von Argyre
Planitia in Richtung des
nördlichen Tieflandes. Dabei
verbindet der Talverlauf mehrere
große Krater, wie auch den
abgebildeten
Holden-Einschlagskrater. Teile
des Kraterbodens erscheinen
aufgrund einer bodennahen
Dunstschicht etwas heller und
detailärmer als die umliegenden
Ebenen.
Im Inneren des
Holden-Kraters, der mehr als 140
Kilometer durchmißt, sind die
Ergebnisse einer langen und
wechselvollen geologischen
Geschichte zu finden. Zahlreiche
kleinere Krater im Inneren von
Holden deuten auf ein relativ
hohes Alter dieser Flächen hin.
Die älteren dieser Krater sind
bereits teilweise von Sedimenten
(Ablagerungen) bedeckt, die
später in den Holden-Krater
transportiert wurden. Der
ehemalige Zentralberg des
Kraters, einst fast so hoch wie
der Kraterrand, ist nur noch in
kleinen Teilen zu erkennen.
An den Kraterrändern sind
zahlreiche kleine Rinnen zu
erkennen, die stellenweise auch
fein verästelte Talnetzwerke
ausprägen. Die Rinnen enden am
Kraterboden im südlichen Teil in
flachen, gut erkennbaren so
genannten Schwemmfächern (siehe
Bild 4). An anderen Stellen am
Kraterrand sind die
Schwemmfächer weniger deutlich
zu sehen und teilweise durch
jüngere Schuttkegel überdeckt.
Gut erkennbar ist ein dunkles
Dünenfeld im östlichen Teil des
Kraters, das die Rolle des
Windes bei der Entwicklung der
heutigen Landschaftsformen am
Krater Holden zeigt.
Das im Südwesten in den
Holden-Krater mündende Uzboi
Vallis weist die Spuren
mindestens zweier
unterschiedlicher
Entwicklungsphasen auf. Die
erste Phase führte zur Bildung
des ungefähr 20 Kilometer
breiten Tales, während in einer
späteren Phase die schmale Rinne
in den nun vorhandenen Talgrund
eingeschnitten wurde. Diese
Rinne ist an der Mündung in den
Krater durch einen Bergsturz
versperrt (siehe Bild 5).
Insgesamt wurde das Hochland bis
zu 1600 Meter eingeschnitten.
Zahlreiche in das Uzboi-Tal
mündende Seitentäler zeigen,
dass in der Frühzeit des Mars
Wasser vermutlich eine
bedeutende Rolle bei der
Gestaltung der Oberfläche
gespielt hat. Die meisten dieser
Täler sind jedoch teilweise
durch jüngere Sedimente bedeckt
und seit geraumer Zeit inaktiv.
Der Holden-Krater war eines der
möglichen Ziele der Mars
Exploration Rover (MER)-Mission
der NASA.
Die Talmündung des Uzboi
Vallis in den Holden-Krater
wurde mit einer Auflösung von
etwa 45 Meter pro Bildpunkt
aufgenommen. Die Farbdarstellung
(Bild 1) wurde aus den
Farbkanälen und dem Nadirkanal,
dem direkt nach unten blickenden
Kanal der HRSC, berechnet. Das
Anaglyphenbild (Bild 6), das bei
Verwendung einer Rot-Blau- oder
einer Rot-Grün-Brille einen
dreidimensionalen Eindruck der
Oberfläche liefert, und die
beiden perspektivischen
Ansichten (Bild 2 und 3), wurden
aus dem Nadirkanal und den
schräg blickenden Stereokanälen
berechnet. Die
Schwarz-Weiß-Gesamtansicht (Bild
7) und die beiden Ausschnitte
(Bild 4 und 5) wurden vom
Nadirkanal aufgenommen. Für die
Darstellung im Internet wurde
die Originalauflösung der
Bilddaten verringert.
Das Kameraexperiment HRSC auf
der Mission Mars Express der
Europäischen
Weltraumorganisation ESA wird
vom Principal Investigator (PI)
Prof. Dr. Gerhard Neukum (Freie
Universität Berlin) geleitet.
Das Wissenschaftsteam besteht
aus 45 Co-Investigatoren aus 32
Instituten und zehn Nationen.
Die Kamera wurde am Deutschen
Zentrum für Luft und Raumfahrt
(DLR) entwickelt und in
Kooperation mit industriellen
Partnern gebaut (EADS Astrium,
Lewicki Microelectronic GmbH und
Jena-Optronik GmbH). Sie wird
vom DLR-Institut für
Planetenforschung in
Berlin-Adlershof in
Zusammenarbeit mit ESA/ESOC
betrieben. Die systematische
Prozessierung der HRSC-Daten
erfolgt am DLR. Die hier
gezeigten Darstellungen wurden
von der PI-Gruppe am Institut
für Geologische Wissenschaften
der Freien Universität Berlin in
Zusammenarbeit mit dem
DLR-Institut für
Planetenforschung erstellt.
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Ansprechpartner:
Dr. Ralf Jaumann
Experimentmanager der Stereokamera HRSC
am DLR-Institut für Planetenforschung, Berlin-Adlershof
Tel.: 030 / 67055-400/-401
Fax: 030 / 67055-402
Mail: Ralf Jaumann
Ulrich Köhler
DLR-Institut für Planetenforschung, Berlin-Adlershof
Tel.: 030 / 67055-215
Fax: 030 / 67055-402
Mail: Ulrich Koehler
Elke Heinemann
DLR Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Online-Redaktion Köln
Tel.: 02203 / 601-2867
Fax: 02203 / 601-3249
Mail: Elke Heinemann
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