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Die neuesten Bilder / Latest images
(Europa, 1997)

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P-48220, 17. Januar 1997

Fließstrukturen auf dem Jupitermond Europa
Die Eisoberfläche von Europa, einem der sog. vier Galileischen Monde des Planeten Jupiter, wurde von der Raumsonde Galileo bei ihrer vierten Umrundung des Gasplaneten fotografiert. Der hier zu sehende Bildausschnitt mißt etwa 124 x 186 Kilometer. Man erkennt dicke, sich windende Fließstrukturen - die ersten "Flüsse" dieser Art überhaupt, die auf einem der Jupitermonde deutlich zu sehen sind. Sie treten in mehreren Gebieten auf, u.a. auch im rechten unteren Bildviertel, wo eine der Fließstrukturen einen deutlich hervorstehenden Rücken schneidet. Die meisten Bergrücken in der linken Bildhälfte hingegen scheinen teilweise verborgen oder von geflossenem Material überdeckt worden zu sein. Die eisreiche Oberfläche Europas legt den Schluß nahe, daß diese "Flüsse" ebenfalls aus Eis bestehen, das möglicherweise aus dem Inneren des Mondes als eine zähe, gletscherartige Masse auf die Oberfläche austrat.
Diese Aufnahme wurde von der digitalen Kamera an Bord der Raumsonde Galileo aus einer Entfernung von 63.490 Kilometern gemacht. Der Bildmittelpunkt liegt bei 319,5° westlicher Länge und 5,11° nördlicher Breite. Norden ist im Bild oben, die Sonne bescheint die Szene von rechts nach links.

P-48220, January 17, 1997

Flows on Europa
The icy surface of Europa, one of the moons of Jupiter, was photographed by the Galileo spacecraft on its fourth orbit around Jupiter. The area shown here is about 77 miles (124 kilometers) by 115 miles (186 kilometers) across and shows features as small as a half a mile (800 meters) across. Thick, lobate flows, the first seen on Europa or any of the icy satellites of Jupiter, are visible in several areas, including the lower right quarter of the picture where one flow cuts across a prominent ridge. Most of the ridges on the left side of the picture appear to be partly buried or subdued by flows. The ice-rich surface of Europa suggests that the flows might also be ice, perhaps erupted onto the surface from the interior as viscous, glacierlike masses.
This picture was taken by the solid state imaging television camera on board the Galileo spacecraft at a distance of 39,191 miles (63,490 kilometers). The picture is centered at 319.5 degrees West, 5.11 degrees North; north is toward the top of the image with the sun shining from the right to the left.

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P-48225, 17. Januar 1997

Komplexe Oberflächenstrukturen auf Europa
Dieses Bild ist ein Mosaik zweier Aufnahmen des Eismondes Europa aus 3.410 km Entfernung. Sie wurden beim vierten Umlauf der Raumsonde Galileo um den Planeten Jupiter gewonnen, dem ersten nahen Vorbeiflug an dessen Mond Europa. Das Mosaik deckt eine Fläche von 17 mal 49 km ab und zeigt noch Details von 70 Metern Größe. Es ist das erste hochauflösende Bild von Europa und besitzt eine 50 mal bessere Auflösung als Voyager-Aufnahmen aus den 70er Jahren, bezüglich desselben Gebiets sogar 500 mal besser.
Das Mosaik zeigt, daß die Oberfläche von Europa eine komplexe Struktur aufweist. Das Sonnenlicht fällt von rechts ein und zeigt in den oberen und unteren Bildbereichen überlappende Bergrücken und Brüche, in der Mitte dagegen zunehmend rauhes und unruhiges Gelände. In der oben links im Bild dargestellten Region traten tektonische Scherungen auf, erkennbar am lateralen Versatz entlang der Bergrücken. Fehlstellen in den Gebirgsrücken weisen auf eine Überlagerung des älteren durch neueres Material hin (Bildmitte). Es gibt nur wenige Einschlagskrater, so dass die Oberfläche geologisch nicht alt sein kann.

P-48225, January 17, 1997

Structurally Complex Surface of Europa
This is a composite of two images of Jupiter's icy moon Europa obtained from a range of 2119 miles (3410 kilometers) by the Galileo spacecraft during its fourth orbit around Jupiter and its first close pass of Europa. The mosaic spans 11 miles by 30 miles (17 km by 49 km) and shows features as small as 230 feet (70 meters) across. This mosaic is the first very high resolution image data obtained of Europa, and has a resolution more than 50 times better than the best Voyager coverage and 500 times better than Voyager coverage in this area. The mosaic shows the surface of Europa to be structurally complex. The sun illuminates the scene from the right, revealing complex overlapping ridges and fractures in the upper and lower portions of the mosaic, and rugged, more chaotic terrain in the center. Lateral faulting is revealed where ridges show offsets along their lengths (upper left of the picture). Missing ridge segments indicate obliteration of pre-existing materials and emplacement of new terrain (center of the mosaic). Only a small number of impact craters can be seen, indicating the surface is not geologically ancient.

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P-48226, 17. Januar 1997

Jupiters Eismond Europa
Diese Aufnahme von Europa, einem Eismond des Planeten Jupiter, wurde aus einer Entfernung von 62.089 km von der Raumsonde Galileo während ihres vierten Jupiterumlaufs aufgenommen. Es war der erste nahe Vorbeiflug an Europa. Der Bildauschnitt beträgt 126 x 393 km. Man kann auf diesem Bild Details von bis zu 1,6 km Ausdehnung erkennen. Die Sonne beleuchtet die Szene von rechts. Mehrere Bergrücken durchschneiden die Ebene in etwa 10 km große Teilstücke mit Flächen aus tieferliegendem, glattem, dunklen Material. Das fast vollständige Fehlen auffälliger Einschlagskrater weist darauf hin, daß die Oberfläche dieses Gebiets geologisch nicht alt sein kann. Einige der Bergrücken besitzen Lücken. Dort zeigen geringfügige Abweichungen der Oberflächenbeschaffenheit an, daß diese fehlenden Teile möglicherweise durch vulkanische Abflüsse weggeschwemmt wurden. Die Ablagerungen jener Ströme bestehen vermutlich vorwiegend aus Wassereis, wie auch der Hauptteil der Europaoberfläche.

P-48226, January 17, 1997

Jupiter's Icy Satellite Europa
This image of Europa, an icy satellite of Jupiter, was obtained from a range of 39028 miles (62089 kilometers) by the Galileo spacecraft during its fourth orbit around Jupiter and its first close pass of Europa. The image spans an area 78 miles by 244 miles (126 km by 393 km), and shows features as small as a mile (1.6 km) across. Sun illumination is from the right, revealing several ridges crossing the scene, plateaus commonly several miles (10 km) across, and patches of smooth, low-lying darker materials. No prominent impact craters are visible, indicating the surface in this location is not geologically ancient. Some ridges have gaps, and subtle textural differences in these areas indicate that missing ridge segments probably were swept away by volcanic flows. The flow deposits are probably composed mainly of water ice, the chief constituent of the surface of Europa.

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P-48227, 17. Januar 1997

Bergrücken auf Europa
Dies ist die bislang höchstauflösendste Aufnahme des Jupitermonds Europa. Der Bildauschnitt beträgt 9,6 x 16 km. Zu erkennen sind Details von der Ausdehnung eines Fußballfeldes. Die eisreiche Oberfläche ist in ein komplexes Muster aufgebrochen. Die sich schneidenden Wälle und Täler sind durch tektonische Prozesse entstanden. Die schlangenförmigen und knotigen Gebiete sind möglicherweise Ergebnisse von Oberflächenveränderungen noch unbekannten Ursprungs. Kleine Krater, die durch Einschläge hervorgerufen sein könnten, haben Durchmesser von 100 bis 400 Metern.
Dieses Bild wurde von der elektronischen Kamera an Bord der Raumsonde Galileo während ihres vierten Jupiterumlaufs aus einer Entfernung von 3.340 km aufgenommen. Die Koordinaten der Bildmitte sind 325° West, 5,83° Nord. Norden ist im Bild oben; die Sonne scheint von rechts.

P-48227, January 17, 1997

Ridges on Europa
This is the highest resolution picture ever taken of the Jupiter moon, Europa. The area shown is about 5.9 by 9.9 miles (9.6 by 16 kilometers) and the smallest visible feature is about the size of a football field. In this view, the ice-rich surface has been broken into a complex pattern by cross-cutting ridges and grooves resulting from tectonic processes. Sinuous rille-like features and knobby terrain could result from surface modifications of unknown origins. Small craters of possible impact origin range in size from less than 330 feet (100 meters) to about 1300 feet (400 meters) across are visible.
This image was taken by the solid state imaging television camera aboard the Galileo during its fourth orbit around Jupiter, at a distance of 2060 miles (3340 kilometers). The picture is centered at 325 degrees West, 5.83 degrees North. North is toward the top of this image, with the sun shining from the right.

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P-48228, 17. Januar 1997

Macula auf Europa
Dieses Bild von Europa, einem Eismond des Planeten Jupiter von der Größe unseres Erdmonds, wurde aus 11.933 Kilometer Entfernung von der Raumsonde Galileo während ihres vierten Jupiterumlaufs aufgenommen - dem ersten nahen Vorbeiflug an Europa. Der Bildauschnitt beträgt 48 mal 91 km. Es sind Einzelheiten von bis zu 240 m Ausdehnung zu erkennen.
Die große runde Struktur oberhalb der Bildmitte trägt die Bezeichnung "Macula". Möglicherweise entstand sie beim Einschlag eines großen Meteoriten. Die Europa-Oberfläche besteht hauptsächlich aus Wassereis, so daß sich Einschlagskrater auf Europa von den großen schüsselförmigen Kratern steiniger Himmelskörper wie z.B. dem Mond unterscheiden können. Die beim Einschlag auf Europas eisiger Oberfläche gebildeten Krater wurden zu einem von ringförmigen Bruchteilen umgebenen, zerklüfteten Zentralteil umgeformt. Dies spiegelt die Anpassung an die tektonischen Spannungen der umgebenden Eiskruste wieder.

P-48228, January 17, 1997

Macula on Europa
This image of Europa, an icy satellite of Jupiter about the size of the Earth's Moon, was obtained from a range of 7415 miles (11933 kilometers) by the Galileo spacecraft during its fourth orbit around Jupiter and its first close pass of Europa. The image spans 30 miles by 57 miles (48 km by 91 km) and shows features as small as 800 feet (240 meters) across. The large circular feature centered in the upper middle of the image is called a macula, and could be the scar of a large meteorite impact. The surface of Europa is composed mostly of water ice, so large impact craters on Europa could look different from large bowl-shaped depressions formed by impact into rock, such as on the Moon. On Europa's icy surface, the original impact crater has been modified into a central zone of rugged topography surrounded by circular fractures which reflect adjustments to stress in the surrounding icy crust.

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P-48229, 17. Januar 1997

Auffälliger "doppelter" Bergrücken auf Europa
Diese Aufnahme des Jupitermonds Europa wurde aus einer Entfernung von 11.851 Kilometer von der Raumsonde Galileo während ihres vierten Jupiterumlaufs aufgenommen. Es war der erste nahe Vorbeiflug an Europa. Der Bildausschnitt beträgt 48 x 91 km und zeigt noch Details von etwa 240 Meter Ausdehnung. Damit sind die Aufnahmen dieses Gebiets mehr als 150 mal besser als die besten Aufnahmen der Raumsonde Voyager in den 70er Jahren.
Die Sonne beleuchtet die Szene von rechts. Die große runde Struktur links oben könnte die Spur eines großen Meteoriteneinschlags sein. Nach dem Einschlag auf die Mondoberfläche zurückfallende Trümmer dieses Ereignisses bildeten möglicherweise eine Anhäufung kleiner Krater rechts im Bild. Zwei mehr als 1,6 km breite, parallele Bergrücken durchziehen eine Ebene in der rechten Bildhälfte. Jüngere Rücken überlappen ältere, so daß dadurch die zeitliche Abfolge ihrer Bildung bestimmt werden kann. Lücken in diesen Bergkämmen entstanden durch Überdeckung von bereits existierendem Gelände mit neuem Oberflächenmaterial.

P-48229, January 17, 1997

Prominent Doublet Ridges on Europa
This image of Jupiter's satellite Europa was obtained from a range of 7364 miles (11851 km) by the Galileo spacecraft during its fourth orbit around Jupiter and its first close pass of Europa. The image spans 30 miles by 57 miles (48 km x 91 km) and shows features as small as 800 feet (240 meters) across, a resolution more than 150 times better than the best Voyager coverage of this area. The sun illuminates the scene from the right. The large circular feature in the upper left of the image could be the scar of a large meteorite impact. Clusters of small craters seen in the right of the image may mark sites where debris thrown from this impact fell back to the surface. Prominent doublet ridges over a mile (1.6 km) wide cross the plains in the right part of the image; younger ridges overlap older ones, allowing the sequence of formation to be determined. Gaps in ridges indicate areas where emplacement of new surface material has obliterated pre-existing terrain.

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P-48236, 25. Februar 1997

Eisschollen auf Europa
Der Jupitermond Europa hier auf einem Bild, das am 27. Juni 1996 von der Galileo-Sonde aufgenommen wurde besitzt Oberflächenstrukturen, die Eisschollen ähneln, wie sie auch im Nordpolargebiet auf der Erde beobachtet werden. Der Mond Europa hat einen dem Erdmond vergleichbaren Durchmesser und wird von einer Eiskruste bedeckt, die in zahlreiche Platten zerbrochen ist. Diese Brüche sind auf dem Bild als dunkle geradlinige, gekrümmte oder keilförmige Strukturen zu erkennen. Die Platten hier im Bild besitzen eine Größe von bis zu 30 Kilometern. Die Gebiete zwischen den Platten wurden mit Material aufgefüllt, das vermutlich eine Art "Eismatsch", vermischt mit gesteinshaltigen Verunreinigungen, darstellte. Einige der Platten drifteten auseinander und rotierten in neue Positionen. Die Dichte von Europa läßt vermuten, daß dieser Mond einen Mantel aus Wassereis besitzt, der dicker als 100 Kilometer ist, Teile davon könnten flüssig sein. Zum heutigen Zeitpunkt könnte das Wassereis auch bereits von der Oberfläche bis zum Gesteinsmantel reichen. Die Strukturen, die auf dem Bild zu sehen sind, lassen aber vermuten, daß früher Bewegungen von zerbrochenen Eisplatten auf "weichem" Eis oder sogar als schwimmende Schollen auf flüssigem Wasser stattgefunden haben. Das Bild zeigt einen Teil des Äquators von Europa und wurde aus einer Entfernung von 156.000 Kilometern von der SSI-Kamera der Galileo-Sonde aufgenommen. Norden ist in Richtung rechts, und die Sonne steht fast senkrecht über der Oberfläche. Das gezeigte Gebiet hat eine Größe von 510 x 989 Kilometern, und die kleinsten noch erkennbaren Details sind ca. 1,6 Kilometer gross.

P-48236, February 25, 1997

Europa Ice Flow
Jupiter's moon Europa, as seen in this image taken June 27, 1996 by NASA's Galileo spacecraft, displays features in some areas resembling ice floes seen in Earth's polar seas. Europa, about the size of Earth's moon, has an icy crust that has been severely fractured, as indicated by the dark linear, curved, and wedged-shaped bands seen here. These fractures have broken the crust into plates as large as 30 kilometers (18.5 miles) across. Areas between the plates are filled with material that was probably icy slush contaminated with rocky debris. Some individual plates were separated and rotated into new positions. Europa's density indicates that it has a shell of water ice thicker than 100 kilometers (about 60 miles), parts of which could be liquid. Currently, water ice could extend from the surface down to the rocky interior, but the features seen in this image suggest that motion of the disrupted icy plates was lubricated by soft ice or liquid water below the surface at the time of disruption. This image covers part of the equatorial zone of Europa and was taken from a distance of 156,000 kilometers (about 96,300 miles) by the Solid-state Imaging Subsystem on the Galileo spacecraft. North is to the right and the sun is nearly directly overhead. The area shown is about 510 by 989 kilometers (310-by-600 miles), and the smallest visible feature is about 1.6 kilometers (1 mile) across.

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P-48506, 09. April 1997

Krater Pwyll auf Europa
Der Krater Pwyll auf dem Jupitermond Europa wurde vom Solid State Imaging- (SSI-) Kameraexperiment der Raumsonde Galileo während ihres sechsten Orbits im Jupitersystem aufgenommen. Dieser Einschlagskrater befindet sich bei 27 Grad südlicher Breite und 271 Grad westlicher Länge und hat einen Durchmesser von etwa 26 Kilometer. Bilder des Kraters in niedrigerer Auflösung von früheren Galileo-Vorbeiflügen an Europa haben gezeigt, daß durch den Einschlag Material über hunderte von Kilometern auf die eisige Oberfläche Europas ausgeworfen wurde. Das etwas dunklere Material im direkten Umkreis des Kraters wurde durch den Impakt aus mehreren Kilometern Tiefe emporgeschleudert. Ebenfalls im Bild zu sehen sind komplexe Strukturen von Bergrücken.
Die beiden Aufnahmen, aus denen dieses Mosaik zusammengesetzt ist, wurden am 20. Februar 1997 aus einer Entfernung von etwa 12000 Kilometern von Galileo aufgenommen. Die Größe des abgebildeten Gebietes mißt etwa 120 x 100 Kilometer.

P-48506, April 09, 1997

Pwyll Crater on Europa
Pwyll crater on Jupiter's moon, Europa, was photographed by the Solid State Imaging system on the Galileo spacecraft during its sixth orbit around Jupiter. This impact crater is located at 26 degrees south latitude, 271 degrees west longitude, and is about 26 kilometers (16 miles) in diameter. Lower resolution pictures of Pwyll Crater taken earlier in the mission show that material ejected by the impact can be traced for hundreds of miles across the icy surface of Europa. The dark zone seen here in and around the crater is material excavated from several kilometers (a few miles) below the surface. Also visible in this picture are complex ridges.
The two images comprising this mosaic were taken on February 20, 1997 from a distance of 12,000 kilometers (7,500 miles) by the Galileo spacecraft. The area shown is about 120 kilometers by 100 kilometers (75 miles by 60 miles).

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P-48507, 09. April 1997

Europa: Nahaufnahme der Jupiter abgewandten "Heckseite"
Diese komplexe Landschaft auf dem Mond Europa zeigt ein Gebiet der Jupiter abgewandten Seite bei etwa 12 Grad nördlicher Breite und 274 Grad westlicher Länge. Auf seinem Orbit um Jupiter ist diese "Heckseite" ständig von Jupiter abgewandt, und zwar entgegengesetzt der Bahnbewegung. Das abgebildete Gebiet mißt etwa 100 x 142 Kilometer. Der komplexe Bergrücken, der das Gebiet im Nordwesten kreuzt, ist Bestandteil eines morphologischen Phänomens, das sich weit über die Bildgrenzen hinaus hunderte von Kilometern über die Oberfläche Europas erstreckt. Rechts oben ist ein Gebiet zu sehen, das durch einen noch nicht näher bekannten Vorgang in sich völlig verworfen und zerstückelt ist. Es erinnert an Packeis-Schollen, die bei Einsetzen des Tauwetters im Frühling in den Polgebieten auf der Erde entstehen. Ebenfalls zu erkennen sind halbkreisförmige Aufwölbungen, die von seichten Senken umgeben sind. Möglicherweise sind dies Stellen, an denen Material von unten durch die Kruste an die Oberfläche dringt und durch diese Intrusionen die Oberfläche teilweise aufgeschmolzen wird.
Die Auflösung des Bildes beträgt etwa 180 Meter pro Bildpunkt. Diese Aufnahme von Europa wurde vom Solid State Imaging- (SSI-) Kameraexperiment an Bord der Raumsonde Galileo aus einer Entfernung von etwa 17900 Kilometern während ihres sechsten Orbits im Jupitersystem am 20. Februar 1997 gemacht.

P-48507, April 09, 1997

Close-up of Europa's Trailing Hemisphere
This complex terrain on Jupiter's moon, Europa, shows an area centered at 12 degrees north latitude, 274 degrees west longitude, in the trailing hemisphere. As Europa moves in its orbit around Jupiter, the trailing hemisphere is the portion which is always on the moon's backside opposite to its direction of motion. The area shown is about 100 kilometers by 140 kilometers (62 miles by 87 miles). The complex ridge crossing the picture in the upper left corner is part of a feature that can be traced hundreds of miles across the surface of Europa, extending beyond the edge of the picture. The upper right part of the picture shows terrain that has been disrupted by an unknown process, superficially resembling blocks of sea ice during a springtime thaw. Also visible are semicircular mounds surrounded by shallow depressions. These might represent the intrusion of material punching through the surface from below and partial melting of Europa's icy crust. The resolution of this image is about 180 meters (200 yards); this means that the smallest visible object is about a quarter of a mile across.
This picture of Europa was taken by Galileo's Solid State Imaging system from a distance of 17,900 kilometers (11,100 miles) on the spacecraft's sixth orbit around Jupiter, on February 20, 1997.

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P-48524, 09. April 1997

Bergrücken, Hügel und Aufwölbungen auf Europa
Diese Aufnahme mittlerer Auflösung des Jupitermondes Europa zeigt einen Ausschnitt der sehr komplexen Eiskruste, die durch Bruchstrukturen und die Bildung von Bergrücken intensiv umgestaltet wurde. Auf den ersten Blick erinnern die Bergrücken an ein Netz von Autobahnen, mit Überführungen, Abzweigungen und Kreuzungen. Durch die relative Position der sich schneidenden Bergrücken ist es möglich, eine Sequenz der Altersabfolge festzulegen, nach der sich die Phänomene gebildet haben. So ist zum Beispiel der 8 Kilometer breite Bergrücken im linken unteren Eck jünger als die meisten anderen geologischen Einheiten im Bild. Fast am unteren Bildrand ist jedoch ein schmaler Bergrücken zu erkennen, der über das breite Band verläuft und demzufolge noch jünger ist. Andererseits wird dieses schmale Band wiederum von zwei etwa 2 Kilometer breiten Bergrücken geschnitten, die von links unten nach rechts bis etwa zur Bildmitte verlaufen, und die somit noch jünger sein müßten. Im Bild ebenfalls zu erkennen sind zahlreiche Hügel und leichte Aufwölbungen mit bis zu 9 Kilometer Durchmesser. Zu vielen dieser Strukturen gehören dunkle Flächen, die aus Material zusammengesetzt sind, das nicht nur Wassereis enthaelt. Die Bergrücken, Hügel und Aufwölbungen sind wahrscheinlich aus Material aufgebaut, das sehr reich an Wassereis ist und aus dem Untergrund stammt. Gleichzeitig sind es einige der jüngsten auf Europa zu erkennenden Strukturen. Sie könnten Eruptionen aus geologisch jüngerer Zeit darstellen.
Das abgebildete Gebiet mißt etwa 140 x 130 Kilometer. Der Bildmittelpunkt befindet sich etwa bei 12,3 Grad nördlicher Breite und 268 Grad westlicher Länge. Das Sonnenlicht fällt von Osten, also von rechts des Bildrandes auf die Szene. Die Auflösung beträgt etwa 180 Meter pro Bildpunkt, das bedeutet, daß die kleinsten unterscheidbaren Strukturen etwa die Dimension eines großen Häuserblocks haben. Diese Aufnahme von Europa wurde vom Solid State Imaging- (SSI-) Kameraexperiment an Bord der Raumsonde Galileo aus einer Entfernung von etwa 17700 Kilometern während ihres sechsten Orbits im Jupitersystem am 20. Februar 1997 gemacht.

P-48524, April 09, 1997

Europa Ridges, Hills and Domes
This moderate-resolution view of the surface of one of Jupiter's moons, Europa, shows the complex icy crust that has been extensively modified by fracturing and the formation of ridges. The ridge systems superficially resemble highway networks with overpasses, interchanges and junctions. From the relative position of the overlaps, it is possible to determine the age sequence for the ridge sets. For example, while the 8-kilometer-wide (5-mile) ridge set in the lower left corner is younger than most of the terrain seen in this picture, a narrow band cuts across the set toward the bottom of the picture, indicating that the band formed later. In turn, this band is cut by the narrow 2-kilometer-wide (1.2-mile) double ridge running from the lower right to upper left corner of the picture. Also visible are numerous clusters of hills and low domes as large as 9 kilometers (5.5 miles) across, many with associated dark patches of non-ice material. The ridges, hills and domes are considered to be ice-rich material derived from the subsurface. These are some of the youngest features seen on the surface of Europa and could represent geologically young eruptions.
This area covers about 140 kilometers by 130 kilometers (87 miles by 81 miles) and is centered at 12.3 degrees north latitude, 268 degrees west longitude. Illumination is from the east (right side of picture). The resolution is about 180 meters (200 yards) per pixel, meaning that the smallest feature visible is about a city block in size. The picture was taken by the Solid State Imaging system on board the Galileo spacecraft on February 20, 1997, from a distance of 17,700 kilometers (11,000 miles) during its sixth orbit around Jupiter.

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P-48525, 09. April 1997

"Triple Band" auf Jupiters Mond Europa
Diese Aufnahme, auf der Europa, ein Mond Jupiters, zu sehen ist, wurde am 20. Februar 1997 von der Solid State Imaging-Kamera an Bord der Raumsonde Galileo während ihres sechsten Orbits um Jupiter aufgenommen. Der Mittelpunkt der Aufnahme liegt bei 9,3 Grad nördlicher Breite und 275,7 Grad westlicher Länge, und damit auf der "Heckseite" Europas. Die Heckseite ist die Seite Europas, die auf der Bahn des Mondes um Jupiter entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung liegt. Das abgebildete Gebiet hat eine Ausdehnung von etwa 32 x 40 Kilometer, die Auflösung beträgt 54 Meter pro Bildpunkt. Die Beleuchtung durch die Sonne kommt von rechts (Osten).
Ein Abschnitt eines "Triple Band" durchschneidet den linken oberen Teil der Aufnahme. Dieses Band erstreckt sich über Hunderte von Kilometern auf der Oberfläche Europas. Der Name "Triple Bands" rührt von ihrem Aussehen auf Aufnahmen geringerer Auflösung her. Sie erscheinen dort als schmales helles Band, das links und rechts durch dunkle Bänder begrenzt ist. Bei der hohen Auflösung dieser Aufnahme ist das Erscheinungsbild jedoch komplexer. Das Band löst sich auf in ein System von 6 Kilometer breiten Höhenzügen, von denen einige 180 Meter hoch aufragen. Ein anderes Geländemerkmal ist ein im Zentrum der Aufnahme ungefähr 480 Meter hoch aufragender Berg. Zwei Hügel mit einer Ausdehnung von 6 Kilometern sind im unteren Teil des Bildes zu erkennen. All diese Phänomene - die Höhenzüge, Berge und Hügel -, sind vermutlich durch Vorgänge im Inneren Europas angehoben worden.

P-48525, April 09, 1997

Europa Triple Band
This picture of Europa, a moon of Jupiter, was obtained on February 20, 1997, by the Solid State Imaging system onboard the Galileo spacecraft during its sixth orbit around Jupiter. The area is centered at 9.3 degrees north latitude, 275.7 degrees west longitude, on the trailing hemisphere of Europa. As Europa moves in its orbit around Jupiter, the trailing hemisphere is the portion which is always on the moon's backside opposite to its direction of motion. The area depicted is about 32 kilometers by 40 kilometers (20 miles by 25 miles). Resolution is 54 meters (59 yards). The Sun illuminates the scene from the right (east).
A section of a triple band crosses the upper left of the picture and extends for hundreds of miles across the surface. Triple bands derive their name from their appearance at lower resolution as a narrow bright band flanked by a pair of darker bands. At the high resolution of this picture, however, the triple band is much more complex and is composed of a system of ridges 6 kilometers (4 miles) across. Some ridges reach heights of about 180 meters (200 yards). Other features include a hill in the center of the picture about 480 meters (500 yards) high. Two mounds about 6 kilometers across (4 miles) are seen in the bottom of the picture. The ridges, hills and mounds probably all represent uplifts of the icy crust of Europa by processes originating from the interior.

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P-48526, 09. April 1997

Eisschollen auf Europa
Dieses hochaufgelöste Bild zeigt die von Wassereis dominierte Oberfläche des Jupitermondes Europa. Einzelne Krustenplatten, die in diesem Gebiet Durchmesser von bis zu 13 Kilometer aufweisen, sind auseinandergebrochen und auseinandergedriftet. Auf den ersten Blick erinnert der Anblick an Packeis in den irdischen Polarmeeren während der Tauwetterperiode zur Frühlingszeit. Die Größe und relative Lage dieser Platten zueinander läßt vermuten, daß die Bewegungen nur möglich waren, weil sich unter der Eiskruste zum Zeitpunkt des Auseinandertriftens entweder flüssiges Wasser oder weiches Eis befunden hat.
Das gezeigte Gebiet besitzt eine Größe von ca. 34 x 42 Kilometer und liegt bei 9,4 Grad nördlicher Breite und 274 Grad westlicher Länge. Die Bildauflösung betraegt 54 Meter pro Bildpunkt. Das Bild wurde von der Solid State Imaging-Kamera (SSI-Kamera) an Bord von Galileo am 20. Februar 1997 aus einer Entfernung von 5340 Kilometern während eines nahen Vorbeifluges der Raumsonde an Europa aufgenommen.

P-48526, April 09, 1997

Europa Ice Rafts
This high resolution image shows the ice-rich crust of Europa, one of the moons of Jupiter. Seen here are crustal plates ranging up to 13 kilometers (8 miles) across, which have been broken apart and "rafted" into new positions, superficially resembling the disruption of pack-ice on polar seas during spring thaws on Earth. The size and geometry of these features suggest that motion was enabled by ice-crusted water or soft ice close to the surface at the time of disruption.
The area shown is about 34 kilometers by 42 kilometers (21 miles by 26 miles), centered at 9.4 degrees north latitude, 274 degrees west longitude, and the resolution is 54 meters (59 yards). This picture was taken by the Solid State Imaging system on board the Galileo spacecraft on February 20, 1997, from a distance of 5,340 kilometers (3,320 miles) during the spacecraft's close flyby of Europa.

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P-48527, 09. April 1997

Nahaufnahme von Europas Oberfläche
Die hier gezeigte Detailansicht der eisigen Oberfläche des Jupitermondes Europa wurde am 20. Dezember 1996 von der Solid State Imaging-Kamera (SSI-Kamera) an Bord der Galileosonde während des vierten Umlaufs von Galileo um Jupiter aufgenommen. Der Bildausschnitt beträgt ca. 13 x 18 Kilometer und besitzt eine Auflösung von 26 Meter. Die Sonne beleuchtet die Landschaft von Osten her (d.h. im Bild von rechts).
Eine flache, glatte Struktur mit ungefähr 3,2 Kilometer Durchmesser ist im linken Teil des Bildes zu sehen. Dieses Gebiet entstand möglicherweise durch eine Überflutung, bei der flüssiges Material an der Oberfläche ausgetreten war und die Bergrücken und dazwischenliegenden Rillen und Täler begraben hatte. Das glatte Gebiet steht in deutlichem Kontrast zu einer ausgesprochen rauhen Stelle in einem Gebiet weiter östlich, das direkt rechterhand von dem großen Bergrückensystem gelegen ist, welches von oben nach unten quer durch die Bildmitte verläuft. Bei dieser rauhen Stelle handelt es sich um ein ca. 4 Kilometer großes Gebiet, in dem das komplexe Netzwerk von Bergrücken in einem lokalen Bereich zerstört wurde. Materialausflüsse an der Oberfläche, zerbrochene Krustenteile und die Bildung von komplexen Netzwerken aus aufgefalteten Bergrücken und Verwerfungen zeigen, dass im Inneren von Europa eine bedeutende Energiequelle für geologische Aktivitäten an der Oberfläche zur Verfügung stand. Obwohl kleine Krater am besten im glatten Gebiet erkennbar sind, sind sie auch über das gesamte Bild verstreut zu finden.

P-48527, April 09, 1997

Close-up of Europa's Surface
This close-up view of the icy surface of Europa, a moon of Jupiter, was obtained on December 20, 1996, by the Solid State Imaging system on board the Galileo spacecraft during its fourth orbit around Jupiter. The view is about 13 kilometers by 18 kilometers (8 miles by 11 miles) and has a resolution of 26 meters (28 yards). The Sun illuminates the scene from the east (right).
A flat smooth area about 3.2 kilometers (2 miles) across is seen in the left part of the picture. This area resulted from flooding by a fluid which erupted onto the surface and buried sets of ridges and grooves. The smooth area contrasts with a distinctly rugged patch of terrain farther east, to the right of the prominent ridge system running down the middle of the picture. The rugged patch of terrain is 4 kilometers (2.5 miles) across and represents localized disruption of the complex network of ridges in the area. Eruptions of material onto the surface, crustal disruption, and the formation of complex networks of folded and faulted ridges show that significant energy was available in the interior of Europa. Although small impact craters are most easily seen in the smooth area, they occur throughout the ridged terrain seen in this view.

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P-48532, 09. April 1997

Bildmosaik von Europas Bergrücken und Kratern
Diese Ansicht der eisigen Oberfläche von Jupiters Mond Europa ist ein Mosaik aus zwei Bildern, aufgenommen vom Solid State Imaging-Kamerasystem an Bord der Raumsonde Galileo während eines nahen Vorbeiflugs an Europa am 20. Februar 1997. Die Aufnahmen wurden aus einer Entfernung von ungefähr 2000 Kilometern gemacht. Das gezeigte Gebiet hat eine Ausdehnung von 14 x 17 Kilometer und eine Auflösung von 20 Meter pro Bildpunkt. Das Sonnenlicht fällt von rechts, aus Osten, auf die Szene. Der Bildmittelpunkt befindet sich bei 14,8 Grad nördlicher Breite, 273,8 Grad westlicher Länge auf Europas Heckseite, der Seite des Mondes, die in Bewegungsrichtung des Mondes um Jupiter hinten liegt. Eine der jüngsten Oberflächenmerkmale in diesem Gebiet ist der Doppelrücken, der die Aufnahme von links unten nach rechts oben durchschneidet. Der Abstand der beiden Rücken beträgt ungefähr 2,6 Kilometer, die Höhe beträgt etwa 300 Meter. Kleine Krater sind am besten in den flachen Ablagerungen südlich des Doppelrückens und in dem zerfurchten Terrain im Süden zu erkennen. Das komplex zerklüftete Gebiet in diesem Bild zeigt, daß Teile der Eiskruste Europas durch Brüche und Faltungen, angetrieben durch Prozesse im Inneren des Planeten, verändert wurden.

P-48532, April 09, 1997

Mosaic of Europa's Ridges, Craters
This view of the icy surface of Jupiter's moon, Europa, is a mosaic of two pictures taken by the Solid State Imaging system on board the Galileo spacecraft during a close flyby of Europa on February 20, 1997. The pictures were taken from a distance of 2,000 kilometers (1,240 miles). The area shown is about 14 kilometers by 17 kilometers (8.7 miles by 10.6 miles), and has a resolution of 20 meters (22 yards) per pixel. Illumination is from the right (east). The picture is centered at about 14.8 north latitude, 273.8 west longitude, in Europa's trailing hemisphere.
One of the youngest features seen in this area is the double ridge cutting across the picture from the lower left to the upper right. This double ridge is about 2.6 kilometers (1.6 miles) wide and stands some 300 meters (330 yards) high. Small craters are most easily seen in the smooth deposits along the south margin of the prominent double ridge, and in the rugged ridged terrain farther south. The complexly ridged terrain seen here shows that parts of the icy crust of Europa have been modified by intense faulting and disruption, driven by energy from the planet's interior.

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P-48667, 19. Mai 1997

Die Oberfläche des eisbedeckten Jupitermondes Europa im Größenvergleich mit Strukturen auf der Erde
Dies ist das erste Bild einer Serie von Aufnahmen, in der mit zunehmender räumlicher Auflösung verschiedene Gebiete auf der Oberfläche des Jupitermondes Europa (hier das obere Bild) mit einer Region auf der Erde im gleichen Größenmaßstab verglichen werden. Das untere Bild zeigt einen Ausschnitt des amerikanischen Bundesstaates Kalifornien. Beide Aufnahmen zeigen Gebiete gleicher Größe von jeweils 252 km x 393 km. Die Auflösung beträgt 630 Meter pro Bildpunkt. Norden ist in beiden Bildern oben.
Die Landschaft auf Europa wird von der Sonne von rechts beleuchtet und enthält mehrere Bergrücken, welche die Oberfläche durchschneiden, außerdem Ebenen mit Durchmessern von bis zu 10 Kilometern und glatte, tiefer liegende Flächen, die von einem dunklen Material bedeckt sind. Es sind keine auffälligen Einschlagskrater erkennbar, was darauf hinweisen könnte, daß das Gebiet geologisch nicht sehr alt ist. Manche der Bergrücken sind unterbrochen, und feine Unterschiede in der Textur dieser Gebiete weisen darauf hin, daß die fehlenden Segmente vermutlich durch vulkanische Ablagerungen zerstört worden sind. Diese vulkanischen Ablagerungen bestehen wahrscheinlich im wesentlichen aus Wassereis, das die Hauptkomponente im Oberflächenmaterial auf Europa darstellt.
Das Vergleichsbild von der Erde (unteres Bild) zeigt einen Ausschnitt Kaliforniens, der sich von der Küste bei San Francisco (oben links) bis zur Grenze zum US-Bundesstaat Nevada (oben rechts) bzw. vom Mono Lake (oben, Mitte) bis zur Mojave-Wüste (unten rechts) erstreckt. Andere auffällige geographische Strukturen sind die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada und das Great Central Valley in Kalifornien (Bildmitte).
Die Europa-Aufnahme wurde aus einer Entfernung von 62089 Kilometer von der Solid State Imaging-Kamera (SSI) an Bord der Raumsonde Galileo am 19. Dezember 1996 aufgenommen. Das Bild der Bucht von San Francisco ist eine Aufnahme des NOAA Advanced Very High Resolution Radiometer (AVHRR). Es wurde nachbearbeitet, damit es genau in der Auflösung des Galileobildes dargestellt werden kann, um so eine Vorstellung von den Dimensionen der Landschaftsphänomene auf Europa zu schaffen.

P-48667, May 19, 1997

Icy Europa and similar scales on Earth
This is the first in a series of products at increasing resolutions that compare images of various areas on Jupiter's icy moon Europa (top frame) to the same location on Earth, the San Francisco Bay area of California (bottom frame). Both images show areas of roughly equal size, 252 by 393 kilometers (157 by 244 miles), and resolution, 630 meters (690 yards). This means that the smallest visible feature is less than a mile across. North is to the top of the picture.
The sun illumination from the right in the Europa image reveals several ridges crossing the scene, plateaus commonly several miles (10 km) across, and patches of smooth, low-lying darker materials. No prominent impact craters are visible, indicating the surface in this location is not geologically ancient. Some ridges have gaps, and subtle textural differences in these areas indicate that missing ridge segments probably were swept away by volcanic flows. The flow deposits are probably composed mainly of water ice, the chief constituent of the surface of Europa.
The Earth based image (lower frame) covers an area stretching from San Francisco Bay (top left) to the Nevada border (top right) and from Mono Lake in (top center) to the Mojave Desert (bottom right). Other predominent geographic features include the snow capped Sierra Navada Mountains and California's Great Central Valley (center frame).
The Europa image was obtained from a range of 62089 kilometers (39028 miles) by the Solid State Imaging (CCD) system aboard NASA's Galileo spacecraft on December 19th, 1996 (Universal Time). The San Francisco Bay area image, from the NOAA satellite's Advanced Very High Resolution Radiometer (AVHRR) instrument, has been reprocessed to roughly match Galileo's resolution so as to offer a sense of the size of the features visible on Europa's surface.

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P-48659, 20. Mai 1997

Nahansicht der Europaoberfläche und Größenvergleich mit Strukturen auf der Erde
Dies ist das zweite Bild einer Serie von Aufnahmen, in der mit zunehmender räumlicher Auflösung verschiedene Gebiete auf der Oberfläche des Jupitermondes Europa (hier das obere Bild) mit einer Region auf der Erde im gleichen Größenmaßstab verglichen werden. Das untere Bild zeigt einen Ausschnitt der Bucht von San Francisco an der kalifornischen Westküste. Beide Aufnahmen zeigen Gebiete gleicher Größe von jeweils 100 km x 140 km. Die Auflösung beträgt 180 Meter pro Bildpunkt. Norden ist in beiden Bildern oben.
Das abgebildete Areal zeigt eine Gegend auf dem Jupitermond Europa, die bei 8° nördlicher Breite und 275,4° westlicher Länge, d.h. auf der "Heckseite" Europas liegt. Beim Umlauf um Jupiter ist die "Heckseite" eines Mondes diejenige Hälfte, die entgegen der Bewegungsrichtung liegt. Der komplexe Bergrücken, der im oberen linken Bildrand zu sehen ist, gehört zu einer ausgedehnten Struktur, die weit über den Bildrand hinaus über hunderte von Kilometern auf der Europaoberfläche verfolgt werden kann. Der rechte obere Teil des Bildes zeigt ein Gebiet, das durch einen bislang ungeklärten Prozeß zerrissen wurde. Oberflächlich gesehen erinnern die großen Eisblöcke an Packeis während der Frühjahrsschneeschmelze auf der Erde. Außerdem zeigt das Bild halbkreisförmige Strukturen, die von etwas tiefer liegenden Gebieten umgeben sind. Hierbei könnte es sich um Material handeln, das von unten aufgestiegen ist und die Oberfläche Europas durchstossen und teilweise aufgeschmolzen hat.
Im Bild der Bucht von San Francisco sind Details wie die "puzzleartigen" Strukturen von landwirtschaftlich genutzten Feldern im oberen rechten Bildeck oder zum Teil das Relief der küstennahen Berge zu erkennen. Ebenfalls erkennbar sind die riesigen Stadtgebiete entlang der Küsten. Die Insel Alcatraz erscheint als kleiner Fleck in der Bildmitte.
Die Europa-Aufnahme wurde aus einer Entfernung von 17900 Kilometer von der Solid State Imaging-Kamera (SSI) an Bord der Raumsonde Galileo am 20. Dezember 1996 aufgenommen. Das Bild der Bucht von San Francisco ist eine Aufnahme des LandSat Thematic Mapper. Es wurde nachbearbeitet, damit es genau in der Auflösung des Galileobildes dargestellt werden kann, um so eine Vorstellung von den Dimensionen der Landschaftsphänomene auf Europa zu schaffen.

P-48659, May 20, 1997

Close-up of Europa's Trailing Hemisphere and similar scales on Earth
This is the second in a series of five products at increasing resolutions that compare images of various areas on Jupiter's icy moon Europa (top frame) to the same location on Earth, the San Francisco Bay area of California (bottom frame). Both images show areas of equal size, 100 by 140 kilometers (62 by 87 miles), and resolution, 180 meters (200 yards). This means that the smallest visible object is about a quarter of a mile across. North is to the top of the picture.
This complex terrain shows an area centered at 8 degrees north latitude, 275.4 degrees west longitude, in the trailing hemisphere. As Europa moves in its orbit around Jupiter, the trailing hemisphere is the portion which is always on the moon's backside opposite to its direction of motion. The complex ridge crossing the picture in the upper left corner is part of a feature that can be traced hundreds of miles across the surface of Europa, extending beyond the edge of the picture. The upper right part of the picture shows terrain that has been disrupted by an unknown process, superficially resembling blocks of sea ice during a springtime thaw. Also visible are semicircular mounds surrounded by shallow depressions. These might represent the intrusion of material punching through the surface from below and partial melting of Europa's icy crust.
In the San Francisco Bay area image, the level of detail is such that jigsaw puzzle like patterns of agricultural fields can be seen in the upper right corner and some levels of physical relief can be detected in the coastal mountain ranges. Also discernible at this resolution are the vast urban areas along the shores of the bay. Alcatraz Island appears as a tiny speck at center frame.
The Europa image was obtained from a range of 17,900 kilometers (11,100 miles) by the Solid State Imaging (CCD) system aboard NASA's Galileo spacecraft on February 20th, 1997 (Universal Time). The San Francisco Bay area image, from the LandSat Thematic Mapper, has been reprocessed to match Galileo's resolution so as to offer a sense of the size of the features visible on Europa's surface.

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P-48660, 21. Mai 1997

Eisschollen auf der Oberfläche Europas im Vergleich mit Strukturen ähnlicher Größe auf der Erde
Dies ist das dritte Bild einer Serie von Aufnahmen, in der mit zunehmender räumlicher Auflösung verschiedene Gebiete auf der Oberfläche des Jupitermondes Europa (hier das obere Bild) mit einer Region auf der Erde im gleichen Größenmaßstab verglichen werden. Das untere Bild zeigt einen Ausschnitt der Bucht von San Francisco an der kalifornischen Westküste. Beide Aufnahmen zeigen Gebiete gleicher Größe von jeweils 34 km x 42 km. Die Auflösung beträgt 54 Meter pro Bildpunkt. Norden ist in beiden Bildern oben.
Auf dieser hochauflxxiöoesenden Aufnahme sieht man einen Ausschnitt von Europas eisreicher Kruste, mit Krustenblöcken von bis zu 13 Kilometer Größe. Diese sind auseinandergebrochen und wie Flösse gleich an einen anderen Ort getrieben worden. Auf den ersten Blick erinnert das Bild an das Aufbrechen von Packeisflächen in den Polarmeeren während der Tauperiode im Frühjahr. Die Dimensionen und die Geometrie dieses Oberflächenmusters lassen vermuten, daß die Bewegung der Blöcke durch eisüberkrustetes Wasser oder weiches, unter der Oberfläche befindliches Eis ermöglicht wurde. Das Bildzentrum dieser Aufnahme liegt bei 9,4° nördlicher Breite und 274° westlicher Länge.
Der Bildausschnitt der Bucht von San Francisco hilft dem Betrachter, sich eine Vorstellung von den Dimensionen der "Eisflösse" auf Europa zu machen. Man kann zum Beispiel das "Floß" in der linken unteren Bildhälfte, auf dem ein Krater erkennbar ist, mit den Inseln in der Bucht oder der Golden Gate-Brücke vergleichen, die als schmale Linie die beiden Landzungen links im Bild verbindet. Der internationale Flughafen der Stadt ist sehr klein ganz am unteren Bildrand zu sehen.
Die Europa-Aufnahme wurde aus einer Entfernung von 5340 Kilometer von der Solid State Imaging-Kamera (SSI) an Bord der Raumsonde Galileo am 20. Dezember 1996 aufgenommen. Das Bild der Bucht von San Francisco ist eine Aufnahme des LandSat Thematic Mapper. Es wurde nachbearbeitet, damit es genau in der Auflösung des Galileobildes dargestellt werden kann, um so eine Vorstellung von den Dimensionen der Landschaftsphänomene auf Europa zu schaffen.

P-48660, May 21, 1997

Europa Ice Rafts and similar scales on Earth
This is the third in a series of five products at increasing resolutions that compare images of various areas on Jupiter's moon Europa (top frame) to the same location on Earth, the San Francisco Bay area of California (bottom frame). Both images show areas of equal size, 34 by 42 kilometers (21 by 26 miles), and resolution, 54 meters (59 yards). North is to the top of the picture.
This high resolution image shows Europa's ice-rich crust with crustal plates ranging up to 13 kilometers (8 miles) across, which have been broken apart and "rafted" into new positions, superficially resembling the disruption of pack-ice on polar seas during spring thaws on Earth. The size and geometry of these features suggest that motion was enabled by ice-crusted water or soft ice close to the surface at the time of disruption. This Europa image is centered at 9.4 degrees north latitude, 274 degrees west longitude.
The San Francisco Bay portion of this image pair helps to give the viewer some sense of scale as it relates to the size of the Europa "ice rafts". Look, for example, at the cratered "ice raft" in the lower left hand portion of the Europa image. Compare that to such features in the Bay area image as Treasure Island Naval Station, (center frame) and the San Francisco International Airport (bottom right). Also in this image, at 54 meters resolution, structural features such as the Golden Gate Bridge and the Bay Bridge are clearly visible.
The Europa image was obtained from a range of 5,340 kilometers (3,320 miles) by the Solid State Imaging (CCD) system aboard NASA's Galileo spacecraft on February 20th, 1997 (Universal Time). The San Francisco Bay area image, from the LandSat Thematic Mapper, has been reprocessed to match Galileo's resolution so as to offer a sense of the size of the features visible on Europa's surface.

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P-48668, 22. Mai 1997

Komplexe Strukturen auf der Oberfläche Europas im Vergleich mit Strukturen ähnlicher Größe auf der Erde
Dies ist das vierte Bild einer Serie von Aufnahmen, in der mit zunehmender räumlicher Auflösung verschiedene Gebiete auf der Oberfläche des Jupitermondes Europa (hier das linke Bild) mit einer Region auf der Erde im gleichen Größenmaßstab verglichen werden. Das rechte Bild zeigt einen Ausschnitt der Bucht von San Francisco an der kalifornischen Westküste. Beide Aufnahmen zeigen Gebiete gleicher Größe von jeweils 17 km x 49 km. Die Auflösung beträgt 30 Meter pro Bildpunkt. Norden ist in beiden Bildern oben.
Das Bild auf der linken Seite ist ein Mosaik aus zwei Einzelaufnahmen von Europa und zeigt eine Oberfläche mit komplexen geologischen Strukturen. Die Sonne beleuchtet die Szene von Osten. In den oberen und unteren Teilen des Bildes sind Rücken und Gräben zu sehen, die sich in komplexer Weise überlappen. Die zentralen Teile des Bildes zeigen dagegen eine rauhere, chaotischere Oberflächenstruktur. Entlang dem Verlauf einzelner Rücken sind seitliche Versätze sichtbar, die als Störungen interpretiert werden (linker oberer Bildteil). Fehlende Abschnitte eines Bergrückens zeigen, daß hier vorhandenes Material aufgearbeitet und durch neues Terrain ersetzt wurde (Bildmitte).
Zum Vergleich is im Bild gegenüber ist zum Vergleich San Francisco mit der gleichen räumlichen Auflösung abgebildet. Die Auflösung beträgt in diesem Bild 30m und zeigt gut sichtbar das komplexe Straßenmuster und die zahlreichen Landungsbrücken entlang der Küstenlinie (oben rechts). Auch dieses Bild wird von der im Osten stehenden Sonne beleuchtet. Dies ist unter anderem am Schatten erkennbar, den die Bay Bridge, die von der Innenstadt in Richtung Oakland und Berkeley verläuft, auf die Wasseroberfläche wirft. In der oberen linken Bildecke kann ein Schiff beobachtet werden.
Die Europa-Aufnahme wurde aus einer Entfernung von 3410 Kilometer von der Solid State Imaging-Kamera (SSI) an Bord der Raumsonde Galileo am 19. Dezember 1996 aufgenommen. Das Bild der Bucht von San Francisco ist eine Aufnahme des LandSat Thematic Mapper. Es wurde nachbearbeitet, damit es genau in der Auflösung des Galileobildes dargestellt werden kann, um so eine Vorstellung von den Dimensionen der Landschaftsphänomene auf Europa zu schaffen.

P-48668, May 22, 1997

Structurally Complex Surface of Europa and similar scales on Earth
This is the fourth in a series of five products at increasing resolutions that compare images of various areas on Jupiter's icy moon Europa (left frame) to the same location on Earth, the San Francisco Bay area of California (right frame). Both images show areas of equal size, 17 by 49 kilometers (11 by 30 miles), and resolution, 30 meters (100 feet). North is to the top of the picture.
The frame on the left is a mosaic of two images of Europa and shows the surface to be structurally complex. The sun illuminates the scene from the east, revealing complex overlapping ridges and fractures in the upper and lower portions of the frame, and rugged, more chaotic terrain in the center. Lateral faulting is revealed where ridges show offsets along their lengths (upper left of the frame). Missing ridge segments indicate obliteration of pre-existing materials and emplacement of new terrain (center of the frame).
The surface of San Francisco rivals that of Europa. In this 30 meter resolution comparison image, the complex pattern of city streets is clearly visible as are the many piers that line the water front district (upper right). This Bay area scene is also illuminated from the east. Notice the shadow of the Bay Bridge on the surface of the water as it makes its way to Oakland and the east bay. In the upper left corner, a ship can be seen making its way to the mouth of the bay.
The Europa image was obtained from a range of 3410 kilometers (2119 miles) by the Solid State Imaging (CCD) system aboard NASA's Galileo spacecraft on December 19th, 1996 (Universal Time). The San Francisco Bay area image, from the LandSat Thematic Mapper, has been reprocessed to match Galileo's resolution so as to offer a sense of the size of the features visible on Europa's surface.

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P-48661, 23. Mai 1997

Nahaufnahme der Oberfläche Europas im Vergleich mit einem Satellitenbild der Erde in ähnlichem Maßstab
Dies ist das fünfte Bild einer Serie von Aufnahmen, in der mit zunehmender räumlicher Auflösung verschiedene Gebiete auf der Oberfläche des Jupitermondes Europa (hier das obere Bild) mit einer Region auf der Erde im gleichen Größenmaßstab verglichen werden. Das untere Bild zeigt einen Ausschnitt der Bucht von San Francisco an der kalifornischen Westküste. Beide Aufnahmen zeigen Gebiete gleicher Größe von jeweils 13 km x 18 km. Die Auflösung beträgt 26 Meter pro Bildpunkt. Norden ist in beiden Bildern oben. Die Sonne beleuchtet diese Szene von Osten (rechts).
In der Nahaufnahme von Europas eisiger Oberfläche erkennt man links im Bild eine glatte Fläche von etwa 3,2 Kilometer Durchmesser. Sie ist durch Überfluten von flüssigem Material entstanden, das bei seinem Austritt an die Oberfläche die vorhandene Struktur von Bergrücken und Talfurchen unter sich begrub und einebnete. Dieser Ausschnitt steht in starkem Kontrast zu den rauhen Landschaftsformen im übrigen Bild, die durch markante, geradlinig verlaufende Bergrücken gekennzeichnet sind. Auf engem Raum findet man glattes, auf die Oberfläche ausgetretenes Material neben aufgerissenen Krustenpartien, sowie ein komplexes Netzmuster als Ergebnis intensiver Faltungen und Verschiebungen. Das zeigt, daß im Innern Europas bedeutende Mengen an Energie vorhanden gewesen sein müssen, die diese Prozesse in Gang gebracht haben.
Das Bild der Bucht von San Francisco ist gut geeignet, die Dimensionen der auf Europa sichtbaren Strukturen mit vertrauten Ansichten der Erde zu vergleichen. So erkennt man, daß sowohl das flache, glatte Gebiet, als auch die zerfurchte Landschaft leicht die Innenstadt von San Francisco bedecken würden.
Die Europa-Aufnahme wurde aus einer Entfernung von 2500 Kilometer von der Solid State Imaging-Kamera (SSI) an Bord der Raumsonde Galileo am 19. Dezember 1996 aufgenommen. Das Bild der Bucht von San Francisco ist eine Aufnahme des LandSat Thematic Mapper. Es wurde nachbearbeitet, damit es genau in der Auflösung des Galileobildes dargestellt werden kann, um so eine Vorstellung von den Dimensionen der Landschaftsphänomene auf Europa zu schaffen.

P-48661, May 23, 1997

Close-up of Europa's Surface and similar scales on Earth
This is the fifth in a series of products at increasing resolutions that compare images of various areas on Jupiter's moon Europa (top frame) to the same location on Earth, the San Francisco Bay area of California (bottom frame). Both images show areas of equal size, 13 by 18 kilometers (8 by 11 miles), and resolution, 26 meters (28 yards). North is to the top of the picture.
In this close-up view of Europa's icy surface, a flat smooth area about 3.2 kilometers (2 miles) across is seen in the left part of the picture. This area resulted from flooding by a fluid which erupted onto the surface and buried sets of ridges and grooves. The smooth area contrasts with a distinctly rugged patch of terrain farther east, to the right of the prominent ridge system running down the middle of the picture. Eruptions of material onto the surface, crustal disruption, and the formation of complex networks of folded and faulted ridges show that significant energy was available in the interior of Europa. The Sun illuminates the scene from the east (right).
The San Francisco Bay area image helps to give a sense of scale to the predominant features in the Europa image above. Both the "flat smooth area" and the contrasting "rugged patch" are sufficiently large to cover all of downtown San Francisco.
The Europa image was obtained from a range of 2500 kilometers (1600 miles) by the Solid State Imaging (CCD) system aboard NASA's Galileo spacecraft on December 19th, 1996 (Universal Time). The San Francisco Bay area image, from the LandSat Thematic Mapper, has been reprocessed to match Galileo's resolution so as to offer a sense of the size of the features visible on Europa's surface.


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Autor: Ulrich Köhler
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