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Auch Jupiter ist ein "Herr der Ringe"

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PIA-01621, 15. September 1998

Jupiters Ringsystem
Dieses Bildmosaik von Jupiters Ringsystem wurde von der NASA-Raumsonde Galileo aufgenommen, als sich die Sonne genau hinter dem Planeten befand, das Raumschiff durch den von Jupiter verursachten Sonnenschatten flog und dabei rückwärts in Richtung des Planeten blickte.
Bei einer derartigen Konfiguration werden sehr kleine, staubkorngroşe Partikel vom Sonnenlicht stark betont, so daß sowohl die Partikel des Ringsystems, als auch sehr kleine Bestandteile der obersten Jupiteratmosphäre sichtbar werden. Man nimmt von diesen winzigen Partikeln an, daş ihre Lebensdauer etwa der eines Menschenlebens entspricht, also relativ kurz ist im Vergleich zum Alter des Sonnensystems, das etwa viereinhalb Milliarden Jahre beträgt.
Jupiters Ringsystem besteht aus drei Teilen: Einem flachen Hauptring, einer torusförmigen Halo im Inneren des Hauptrings, und dem sog. "Gossamer-Ring", der sich auşerhalb des Hauptrings befindet. In diesem Mosaik sind nur der Hauptring und andeutungsweise die ihn umgebende Halo zu erkennen. Damit die weitaus dünnere äußere Halo und der Gossamer-Ring hätten dargestellt werden k–nnen, müßte die Aufnahme im Verhxiä”ltnis zum Hauptring deutlich überbelichtet werden.
Die Aufnahmen zur Montage dieses Mosaiks wurden durch den "Clear-Filter" (effektive Wellenlänge: 610 Nanometer) des digitalen Kamerasystems am 9. November 1996 aufgenommen, als Galileo seine dritte Jupiterumrundung vornahm. Die Entfernung zum Ring betrug etwa 2,3 Millionen Kilometer. Die Bildauflösung beträgt entlang einer von links nach rechts gedachten Linie etwa 46 km pro Bildpunkt. Da sich die Raumsonde allerdings nur 0,5 Grad über der Ringebene befand, erscheint das Bild in seiner Tiefenwirkung erheblich "gestaucht". Die hellen, vertikalen Bögen in der Bildmitte stellen die von der Sonne durchdrungenen obersten Schichten der Jupiteratmosphäre dar, also gewissermaşen den Rand der Planetenscheibe, und stammen von zwei Aufnahmen der NASA-Sonde Voyager aus dem Jahre 1979.

PIA-01621, September 15, 1998

Jupiter's Ring System
This mosaic of Jupiter's ring system was acquired by NASA's Galileo spacecraft when the Sun was behind the planet, and the spacecraft was in Jupiter's shadow peering back toward the Sun.
In such a configuration, very small dust-sized particles are accentuated so both the ring particles and the smallest particles in the upper atmosphere of Jupiter are highlighted. Such small particles are believed to have human-scale lifetimes, i.e., very brief compared to the solar system's age.
Jupiter's ring system is composed of three parts: a flat main ring, a toroidal halo interior to the main ring, and the gossamer ring, which lies exterior to the main ring. Only the main ring and a hint of the surrounding halo can be seen in this mosaic. In order to see the less dense components (the outer halo and gossamer ring) the images must be overexposed with respect to the main ring.
This composite of two mosaics was taken through the clear filter (610 nanometers) of the solid state imaging (CCD) system on November 9, 1996, during Galileo's third orbit of Jupiter. The ring was approximately 2,300,000 kilometers away. The resolution is approximately 46 kilometers per picture element from right to left; however, because the spacecraft was only about 0.5 degrees above the ring plane, the image is highly foreshortened in the vertical direction. The vertical bright arcs in the middle of the ring mosaics show the edges of Jupiter and are composed of images obtained by NASA's Voyager spacecraft in 1979.

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PIA-01622, 15. September 1998

Jupiters Hauptring und seine Halo
Oben sind zwei Bildmosaike von Jupiters Ringen zu sehen, die von der NASA-Raumsonde Galileo aufgenommen wurden. Jupiter befindet sich rechts dieser Mosaike; da beide Bilder auf unterschiedliche Helligkeitsbereiche skaliert sind, wurden unterschiedliche Teile des Ringsystems betont. Jupiters Ringsystem besteht aus drei Teilen: Einem flachen Hauptring, einer Halo innerhalb dieses Hauptrings, die die Form einer nach beiden Seiten konvexen flachen Linse hat, sowie dem sog. "Gossamer-Ring", der sich außerhalb des Hauptrings befindet. Die senkrecht zur Hauptringebene ausgedehnte Halo ist ungewöhnlich für Planetenringe. Sie entsteht durch elektromagnetische Kräfte, welche die kleinsten Partikel, die eine elektrische Ladung erhalten, aus der Ringebene hinauskatapultieren.
Jupiters Hauptring ist eine dünne Scheibe von Partikeln, die den Planeten umkreisen. Sowohl der näher am Raumschiff gelegene, als auch der entferntere Arm des Rings sind in diesem Mosaik in ihrer horizontalen Ausdehnung zu sehen, verbunden am Scheitel (links). In der unteren Ansicht läßt sich erkennen, daß der Ring im Bereich des Scheitels radiale Strukturen aufweist. Der diffuse innere Rand des Rings befindet sich etwa 122.500 Kilometer von Jupiters oberster Wolkenhülle. Die größte Ausdehnung erfährt der Hauptring bei etwa 128.940 km, also etwa in der Entfernung, wo auch der Orbit von Jupiters Mond Adrastea mit einem Jupiterentfernung von 128.980 km verläuft. Die Helligkeit des Hauptrings fällt bei einer Entfernung von 127.850 km: Dies ist sehr nahe am Orbit eines weiteren Mondes, Metis, der bei 127.978 km seine Bahn zieht. Die vier kleinen Monde Metis, Adrastea, Amalthea und Thebe beeinflussen nämlich die Struktur der riesigen, aber dünnen Ringe des Planeten.
Diese Aufnahmen wurden durch den "Clear-Filter" (effektive Wellenlänge: 610 Nanometer) des digitalen Kamerasystems am 9. November 1996 aufgenommen, als Galileo seine dritte Jupiterumrundung vornahm. Die Bildauflösung beträgt entlang einer von links nach rechts gedachten Linie etwa 24 km pro Bildpunkt. Da sich die Raumsonde allerdings nur 0,5 Grad über der Ringebene befand, erscheint das Bild in seiner Tiefenwirkung erheblich "gestaucht".
Die Bilder wurde von der NASA-Raumsonde Galileo aufgenommen, als sich die Sonne genau hinter dem Planeten befand, das Raumschiff durch den von Jupiter verursachten Sonnenschatten flog und dabei r¸ckwärts in Richtung des Planeten blickte. Der Ring befand sich dabei in einer Entfernung von etwa 2,3 Millionen km. Das zur Verdeutlichung der Größenverhältnisse in die Grafik eingebundene Bild der Erde wurde von der Mondsonde Clementine gemacht, die 1994 von der NASA und der Ballistic Missile Defense Organization gestartet wurde.

PIA-01622, September 15, 1998

Jupiter's Main Ring and Halo
The top and bottom panels show a mosaic of images of Jupiter's rings taken by NASA's Galileo spacecraft. Jupiter is to the right of this mosaic, and different brightness scales accent different parts of the ring system. Jupiter's ring system has three parts -- a flat main ring; a halo inside the main ring shaped like a double-convex lens; and the gossamer ring outside the main ring. In the top view, a faint mist of particles is seen above and below the main ring. This vertically extended "halo" is unusual in planetary rings, and is caused by electromagnetic forces pushing the smallest grains, which carry electric charges, out of the ring plane.
Jupiter's main ring is a thin sheet of material encircling the planet. The near and far arms of this ring extend horizontally across the mosaic, joining together at the ring's ansa, the portion visible on the sides of Jupiter, on the figure's far left side. In the bottom view, some radial structure is visible across the ring's ansa. The diffuse innermost boundary begins at approximately 122,500 kilometers (about 76,100 miles). The main ring's outer radius is at about 128,940 kilometers (80,120 miles), very close to the orbit of the Jovian moon Adrastea (128,980 kilometers or 80,140 miles). The brightness of the main ring drops markedly at about 127,850 kilometers (79,440 miles), very near the orbit of another moon, Metis, at 127,978 kilometers (79,521 miles). Jupiter's four small satellites, Metis, Adrastea, Amalthea and Thebe, affect the structure of the huge planet's tenuous rings.
These images were taken through the clear filter of Galileo's onboard solid state imaging camera system on November 9, 1996. The resolution is approximately 24 kilometers (14 miles) per picture element along Jupiter's rings. Because the spacecraft was only about 0.5 degrees above the ring plane, the image is highly foreshortened vertically. The images were obtained when Galileo was in Jupiter's shadow, peering back toward the Sun, when the ring was approximately 2.3 million kilometers (1.4 million miles) away. The view of Earth's moon in the explanatory graphics was created from images returned by the Clementine lunar orbiter, launched in 1994 by NASA and the Ballistic Missile Defense Organization.

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PIA-01623, 15. September 1998

Jupiters "Gossamer"-Ringstrukturen
Dieses aus fünf Einzelbildern zusammengesetzte Mosaik wurde durch den Breitbandfilter (effektive Wellenlänge: 610 Nanometer) des digitalen Kamerasystems an Bord der NASA-Raumsonde Galileo am 5. Oktober 1996 gewonnen. Dabei ist dasselbe Mosaik zweimal dargestellt: Das obere Panel zeigt dabei lediglich die Bilddaten, während die untere Darstellung die Positionen einiger der kleinen Ringmonde Jupiters zeigt, sowie eine Kombination von Bilddaten der Ringe und einer graphisch verdeutlichten Modellvorstellungen der Ausdehnung der sog. "Gossamer"-Ringe. Aus einer Aufnahmeentfernung des Raumschiffs von etwa 6,6 Millionen Kilometer weist das Bild eine Auflösung von etwa 134 km pro Bildpunkt auf. Die Bilder wurden aufgenommen, als sich die Sonne genau hinter dem Planeten befand, das Raumschiff durch den von Jupiter verursachten Sonnenschatten flog und dabei rückw”rts in Richtung des Planeten blickte. Dabei befand sich das Raumschiff nur 0,15 Grad ¸ber der Ringebene, so daş die Bilder in vertikaler Richtung stark "gestaucht" erscheinen. Norden ist unten im Bild.
Der vertikal verlaufende weiße Bogen am linken Rand der oberen Abbildung wurde durch Sonnenlicht verursacht, das die oberste Jupiteratmosphäre durchdringt. Die horizontale weiße Linie im linken Teil des Bildes ist der Hauptring, dessen vorderer und hinterer Arm sich in dieser Perspektive überlappen. Das nächste Bild im Mosaik, das mit höherer Empfindlichkeit aufgenommen wurde, um weniger helle Details sichtbar zu machen, zeigt (am linken Rand dieses Ausschnitts) den nun überbelichteten Hauptring und die Halo, deren Bestandteile ober- und unterhalb des Hauptrings sichtbar sind, und die sich innerhalb des Hauptrings befindet ‚ sichtbar geworden erst durch die zehnmal längere Belichtungszeit. Das mittlere Bild, aufgenommen mit der zwanzigfachen Belichtungszeit, läßt ein schwaches, durchgängiges Band deutlicher als im "zehnmal überbelichteten" Bild erkennen. Im Gegensatz zum Hauptring, der in einem spitz zulaufenden Ende aufhört, hat dieser sog. "Gossamer"-Ring eine klare obere und untere Begrenzung, ohne Veränderung der vertikalen Mächtigkeit; auşergewöhnlich ist ferner, daß die Helligkeit des Rings am oberen und unteren Ende größer ist als in seiner Mitte. Bemerkenswert ist, daß sich der Ring lediglich bis hin zum Orbit des Mondes Amalthea erstreckt, einem kleinen Jupitermond von 85 km Durchmesser. Auşerdem ist die Nord-Süd-Ausdehnung des Gossamer-Rings genau so groß, wie sich Amalthea aufgrund der Bahnneigung gegen die Äquatorialebene Jupiters über bzw. unter diese bewegt.
Ein Bild weiter rechts wird unter Verwendung einer noch höheren Sensoren-Empfindlichkeit ein weiteres, kaum sichtbares Band erkennbar. Dieses nach außen letzte Band kann mit Thebe in Verbindung gebracht werden, einem Jupitermond von nur 50 km Durchmesser. Der Ring befindet sich lediglich innerhalb des Orbits von Thebe und hat eine Mächtigkeit, die wiederum Thebes Bahn über- bzw. unterhalb der Äquatorialebene Jupiters entspricht. Von Adrastea weiß man, daş die Bahn dieses Mond es sich genau in der Äquatorialebene von Jupiter bewegt, so daş man davon ausgehen kann, daş der Hauptring von Partikeln dieses winzigen Mondes von nur 8 km Durchmesser herrührt.
Die untere Darstellung zeigt die Orbitalentfernungen (in gelb) der kleinen Monde. Die Entfernungen sind in Jupiterradien angegeben; Jupiters Radius beträgt 71.398 km. Zusätzlich dargestellt sind einige Bestandteile des Jupiter-Ringsystems, wie man sie sich in der Ebene des Jupiteräquators vorstellen muß. Das grüne Band repräsentiert die Bandbreite von Partikeln, die Amalthea "verloren" hat, die innerhalb des roten Bandes sichtbaren Partikel rühren von Thebe her.

PIA-01623, September 15, 1998

Jupiter's Gossamer Ring Structure
This mosaic of five images was taken through the clear filter (610 nanometers) of the solid state imaging system (CCD) aboard NASA's Galileo spacecraft on October 5, 1996. The mosaic is shown twice; the top panel displays only the data, while the bottom panel gives the location of some of Jupiter's small ring moons and presents a match between the image and a simple geometrical model of the gossamer rings. From the spacecraft's distance of approximately 6.6 million kilometers (km), the images have a resolution of about 134 km per pixel (picture element). The images were acquired when Galileo was in Jupiter's shadow, peering back toward the Sun, hidden behind the planet. The spacecraft was located only about 0.15 degrees above the ring plane at the time, making the images highly foreshortened in the vertical direction. North is to the bottom.
The white vertical arc at the left edge of the top panel is caused by sunlight filtering through Jupiter's upper atmosphere; the white horizontal line in the left part of the figure is the main ring whose arms overlap in this foreshortened view. The next frame of the mosaic, taken at higher sensitivity to detect fainter material, shows (on the left part of this panel) the overexposed main ring and the halo (seen as material above and below the main ring) which is interior to the main ring and has become visible in this longer exposure. The middle panel, taken at twenty times the standard sensitivity, shows a tenuous horizontal stripe, which can be made out in the "10 times sensitivity" panel also. In contrast to the main ring, which ends in a narrow elliptical tip, this "gossamer ring" ends abruptly (in the middle of the image) without changing its vertical thickness; the ring is also unusual in that its top and bottom edges are about twice as bright as the central region. Interestingly this ring is only seen to precisely the orbital distance of Amalthea, a small (mean radius of 85 km) Jovian moon, and has a half-thickness that is the same as Amalthea's maximum excursion off Jupiter's equatorial plane.
Further to the right, using much higher sensitivities, another faint but wider stripe becomes visible. This last band is associated with Thebe, a Jovian moon with a mean radius of 50 km. The ring lies principally inside Thebe's orbit and has a thickness like Thebe's elevation above Jupiter's equatorial plane. Given the position of Adrastea (in the equatorial plane at the periphery of the main Jovian ring), the main ring is likely derived from this small satellite (mean radius of 8 km).
The bottom rendition shows the orbital distances (in yellow) of the small satellites. The distances are given in units of Jovian radii; Jupiter's radius is 71,398 kilometers (44,267 miles). Various components of the Jovian ring system are plotted as seen from the equatorial plane: the green band represents the positions of particles lost from Amalthea; the red band is material from Thebe.

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PIA-01624, 15. September 1998

Die äußere Form der inneren Jupitermonde
Die obere Reihe zeigt die bisher besten Aufnahmen von den vier kleinen inneren Jupitermonden, die mit der Sonde Galileo gewonnen wurden. Von links nach rechts, mit abnehmendem Abstand zu Jupiter sind das Thebe, Amalthea (der größte Mond), Adrastea (der kleinste) und Metis. Das sind die ersten Aufnahmen, auf denen die äußere Form von Adrastea und Metis von einer Kamera aufgelöst wurde.
Die Monde sind im gleichen Maßstab dargestellt. Die Bilder wurden allerdings mit verschiedenen Auflösungen aufgenommen, die von 5,4 km pro Bildpunkt für Amalthea bis 7,5 km pro Bildpunkt für Thebe und Metis variieren. Auf Amalthea und Thebe sind einzelne, 35 bis 90 km große Krater erkennbar. Obwohl in diesen Aufnahmen von Adrastea und Metis keine Krater erkennbar sind, deutet auch die unregelmäßige Form von Metis auf größere Kollisionen hin. Jupiter befindet sich rechts von Metis.
Die Blickwinkel für die Aufnahmen zu den Modellen in der zweiten Reihe wurde leicht variiert, da die Objekte in der Richtung der Mondbewegung (also mit der nach vorn gewandte Seite) dargestellt sind und den gleichen Maßstab haben.
Die Modellierungen wurden anhand der Umrisse und Schattenverteilung in den einzelnen Bildern und unter Verwendung stereoskopischer Aufnahmen, die während verschiedener Orbits von der Galileo-Kamera gewonnen wurden, berechnet.
Die Modellrechnungen betonen die sehr unregelmäßige Form, die durch Einschläge von Asteroiden- und Kometenfragmenten verursacht wurden. Jupiters starke Anziehungskraft erhöht dabei die Geschwindigkeit dieser einschlagenden Objekte und macht diese daher sehr energiereich.

PIA-01624, September 15, 1998

Shapes of the Small Inner Satellites of Jupiter
The upper series of images represents the best yet of the four small inner satellites of Jupiter taken by the camera on NASA's Galileo spacecraft. From left to right, in order of decreasing distance to Jupiter, are Thebe, Amalthea (the largest moon), Adrastea (the smallest), and Metis. The images represent the first time that the shapes of Adrastea and Metis have been resolved by a spacecraft camera.
The views are presented at a common scale but were taken at somewhat different original resolutions, ranging from 5.4 kilometers (3.3 miles) per picture element for Amalthea, to 7.5 kilometers (4.6 miles) per picture element for Thebe and Metis. Individual craters, 35 to 90 kilometers (20 to 55 miles) across, are visible on Thebe and Amalthea. While no craters are visible in these images of Adrastea and Metis, the overall irregular shape of Metis indicates it has suffered major collisions. Jupiter is to the right.
Viewing positions are slightly different from the views of the models in the bottom row, which depict the shapes of the small satellites viewed from the direction of satellite motion ("leading sides") and presented at a common scale. These shape models have been calculated from the outlines of the satellites and locations of shadows in individual images, as well as from stereoscopic images taken by the Galileos camera during different orbits. The models emphasize the highly irregular shapes caused by a history of impacts by fragments of small asteroids and comets. Jupiter's strong gravitational pull on these objects at relatively close distances accelerates the objects to very high velocities, making such impacts very energetic.

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PIA-01625, 15. September 1998

Größenvergleich der kleinen inneren Jupitermonde
Dies sind die besten Aufnahmen der kleinen inneren Jupitermonde, die mit dem digitalen Kamerasystem der Galileo-Sonde gewonnen wurden. Von links nach rechts, mit abnehmenden Abstand zu Jupiter sind das Thebe, Amalthea, Adrastea und Metis, die im gleichen Maßstab wie Long Island, eine Halbinsel vor der amerikanischen Ostküste mit einer Länge von 190 km, abgebildet sind. Da die Monde sehr klein sind, ist auch ihre Anziehungskraft an der Oberfläche sehr gering: ein Mensch, der auf der Erde etwa 75 kg wiegt, würde auf Amalthea nur ein halbes Kilo und auf Adrastea etwa gar nur 30 g wiegen. Auf der Oberfläche der größeren Monde sind große Krater mit 35-90 km Durchmesser auffällig, die das Ergebnis von Einschlägen durch Asteroiden- und Kometenfragmente sind.

PIA-01625, September 15, 1998

Scale Comparison of the Inner Small Satellites of Jupiter
These are the best images of the small inner satellites of Jupiter taken by the solid state imaging (SSI) system on NASA's Galileo spacecraft. From left to right and in order of decreasing distance to Jupiter are Thebe, Amalthea, Adrastea, and Metis, shown at the same scale as Long Island which is 190 kilometers long. Since these satellites are so small, their surface gravities are very low: a person weighing 150 pounds on Earth would weigh about 1 pound on Amalthea, and about an ounce on Adrastea. Large craters 35 to 90 kilometers (20 to 55 miles) across which are the result of impacts by fragments asteroid and comet debris are conspicuous on the surface of the larger satellites.

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PIA-01626, 15. September 1998

Vergleich von Amalthea und Io
Die beiden Bilder zeigen eine kombinierte Ansicht der Jupitermonde Amalthea und Io in identischem Maßstab. Der Durchmesser von Amalthea beträgt ungefähr 150 Kilometer. In Wirklichkeit ist Amalthea wesentlich dunkler als Io, wurde hier jedoch ‚ um eine vergleichende Betrachtung zu ermöglichen ‚ in ähnlicher Helligkeit abgebildet. Die Form von Amalthea ist durch Einschlagskrater und unregelmäßige Fragmentierung geprägt. Im Gegensatz dazu ist die Masse und damit auch die Gravitation von Io genügend groß um Io in eine leicht ellipsoidal verformte Kugelgestalt zu zwingen, wie es auch im Fall der Erde geschieht. Amalthea ist von Kratern bedeckt, da dort keine Prozesse ablaufen, die diese Einschlagsstrukturen ¸berprägen oder erodieren könnten. Auf dem vulkanisch extrem aktiven Io werden Einschlagskrater sehr schnell von Laven und anderem vulkanischen Material bedeckt. Einige dieser vulkanischen Materialien entweichen aus der Kruste von Io und tragen vermutlich zu der rötlichen Färbung von Amalthea und den anderen kleinen inneren Monden bei.
Die Amalthea- und Io-Farbbilder, aufgenommen mit dem digitalen SSI-Kamerasystem an Bord der Galileo-Raumsonde wurden hier Seite an Seite gestellt um einen Vergleich zu ermöglichen. Die Aufnahmen stammen von verschiedenen Orbits. Die Abbildung von Amalthea wurde zusammengesetzt aus Aufnahmen durch den Breitbandfilter während der sechsten Jupiterumrundung und Farbfilteraufnahmen niedrigerer Auflösung in den Wellenlängenbereichen 1-Mikrometer, violett und grün, gewonnen während des vierten Orbits. Die Io-Aufnahmen wurden am 2. Juli 1998 (Orbit 14) gewonnen. Sie setzen sich zusammen aus Aufnahmen mit dem 1-Mikrometer, Violett- und Grünfilter.

PIA-01626, September 15, 1998

Comparison of Amalthea to Io
Composite view of Amalthea and Io at the same scale. The visible part of Amalthea is about 150 kilometers across. The colors are approximate. Amalthea is actually much darker than Io, but is displayed at a similar brightness for ease of viewing. The shape of Amalthea is controlled largely by impact cratering and fragmentation. In contrast, Io, like Earth, has gravity sufficient to form it into a slightly ellipsoidal sphere. Amalthea is covered by craters because there are no processes which erode or cover them efficiently. On extremely volcanically active Io, impact craters are covered quickly by lavas and other volcanic materials. Some of the volcanic materials escape from Io and probably contribute to the reddish colors of Amalthea and the other small inner satellites.
The Amalthea and Io composites, obtained by the solid state imaging (SSI) camera on NASA's Galileo spacecraft on different orbits, were placed side by side for comparison purposes. The Amalthea composite combines data taken with the clear filter of the SSI system during orbit six, with lower resolution color images taken with the green, violet, and 1 micrometer filters during orbit 4. The Io data was obtained on July 2nd, 1998 (orbit 14) using the green, violet, and 1 micrometer filters.

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PIA-01627, 15. September 1998

Jupiters Ring und die inneren Monde
Diese schematische Schnittzeichnung der einzelnen Komponenten des Jupiter-Ringsystems zeigt die Ringgeometrie in Relation zu Jupiter und den kleinen inneren Monden, welche die Quelle des Staubes sind, der den Ring bildet.
Der innerste und dickste Ring, grau dargestellt, wird "Halo"-Ring genannt und endet an der Innenseite des Hauptringes. Der dünne, schmale Hauptring, hier rötlich eingezeichnet, wird nach auşen hin durch den Mond Adrastea begrenzt. Adrastea besitzt einen Durchmesser von ca. 16 Kilometern. Nahe der Umlaufbahn von Metis, dem innersten Jupitermond, erscheint der Hauptring in den Bildern dunkler; er besitzt hier sozusagen eine "Lücke". Er ist aus feinsten Partikeln zusammengesetzt, die von Adrastea und Metis herausgeschlagen werden. Die Bahnen von Metis und Adrastea liegen nur rund 1000 Kilometer voneinander entfernt, dieser geringe Abstand ist im Bild nicht mehr auflösbar. (Zum Vergleich: Der Jupiterdurchmesser beträgt 142.800 Kilometer). Einschläge von kleinen Meteoriten (Bruchstücke von Asteroiden und Kometen) auf den kleinen Monden "füttern" die Ringe mit immer neuem Material nach.
Thebe und Amalthea, die beiden weiter auşen um Jupiter kreisenden Monde, liefern ebenfalls Staub ins Ringsystem; dieser Staub bildet die beiden dickeren, scheibenförmigen "Gossamer"-Ringe. Die "Gossamer"-Ringe sind mächtiger, weil ihre "Quellen" Amalthea und Thebe auf leicht geneigten Bahnen um Jupiter kreisen. Der Begriff "Gossamer" bedeutet im deutschen "hauchdünn". Dieser Teil des Ringsystems erhielt seinen Namen, weil er eine so niedrige Materiedichte hat, daş er fast unsichtbar ist.
Die für das Ringsystem verantwortlichen vier kleinen Monde umkreisen Jupiter weiter innen als die vier groşen "Galileischen Monde" Io, Europa, Ganymed und Callisto, welche vor fast 400 Jahren entdeckt wurden. Die Abstände der Umlaufbahnen der kleinen Monde sind im Vergleich zu Jupiter maşstäblich dargestellt.
Das Jupiterbild wurde aus einer Karte erzeugt, die auf Daten des Hubble-Weltraumteleskops (HST, Hubble Space Telescope) basiert.

PIA-01627, September 15, 1998

Jupiter's Inner Satellites and Ring Components
This schematic cut-away view of the components of Jupiter's ring system shows the geometry of the rings in relation to Jupiter and to the small inner satellites, which are the source of the dust which forms the rings.
The innermost and thickest ring, shown in gray shading, is the halo that ends at the main ring. The thin, narrow main ring, shown with red shading, is bounded by the 16-kilometer-wide (10-miles) satellite Adrastea and shows a marked decrease in brightness near the orbit of Jupiter's innermost moon, Metis. It is composed of fine particles knocked off Adrastea and Metis. Although the orbits of Adrastea and Metis are about 1,000 kilometers (about 600 miles) apart, that separation is not depicted in this drawing. Impacts by small meteoroids (fragments of asteroids and comets) into these small, low-gravity satellites feed material into the rings. Thebe and Amalthea, the next two satellites in increasing distance from Jupiter, supply dust which forms the thicker, disk-like "gossamer" rings. The gossamer rings, depicted with yellow and green shading, are thicker because the source satellites orbit Jupiter on inclined paths.
These small satellites all orbit closer to Jupiter than the four largest "Galilean" satellites, Io, Europa, Ganymede and Callisto, which were discovered nearly 400 years ago. The orbital distances of the moons are drawn relative to the size of Jupiter.

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PIA-01628, 15. September 1998

Die Strukturen von Jupiters Hauptring und des "Gossamer"-Rings
Dieses Bild zeigt schematisch die Strukturen von Jupiters Haupt- und "Gossamer"-Ring. Wissenschaftler, welche die Daten der Galileo-Raumsonde der NASA auswerten, fanden heraus, daß das Ringsystem Jupiters aus kleinsten Teilchen besteht, welche von den kleinen inneren Jupitermonden herstammen. Dort werden die Ringteilchen von kleinen Meteoriten herausgeschlagen, die ursprünglich Bruchst¸cke von Kometen oder Asteroiden waren.
Im oberen Bild ist zu sehen, daş der Hauptring (rot eingezeichnet) im wesentlichen von den innersten Jupitermonden Metis (m) und Adrastea (a) stammt. Da die Umlaufbahnen beider Monde nicht gegen den Jupiteräquator geneigt sind, erscheint der Hauptring von der Seite gesehen als schmale Linie.
Das mittlere Bild ziegt zus”tzlich den Einfluß von Staub, der vom Mond Amalthea (A) stammt. Amalthea ist für einen der beiden "Gossamer"-Ringe verantwortlich. Amaltheas Bahn ist gegen den Jupiteräquator geneigt, und zu verschiedenen Zeiten kann Amaltheas vertikale Position irgendwo zwischen den beiden eingezeichneten Extremstellungen liegen. Der von Amalthea abgelöste Staub (orange in der Skizze) erzeugt einen Ring, dessen Dicke durch diese beiden Extremstellungen Amaltheas begrenzt wird.
Das untere Bild zeigt zusätzlich noch den Effekt von Staub, der von Thebe ausgeht. Dieser Staub bildet die zweite Komponente des "Gossamer"-Rings (in grün gezeigt). Wie auch bei Amalthea zeigen die beiden Punkte die extremen Abweichungen von der Jupiter-Äquatorebene der Umlaufbahn von Thebe. Diese zweite Komponente des "Gossamer"-Rings ist mächtiger als die Komponente, welche von Amalthea erzeugt wird, weil Thebes Umlaufbahn um Jupiter etwas mehr geneigt ist als die Bahn Amaltheas.
Das Jupiterbild wurde aus einer Karte erzeugt, die auf Daten des Hubble-Weltraumteleskops (HST, Hubble Space Telescope) basiert.

PIA-01628, September 15, 1998

Jupiter's Main and Gossamer Ring Structures The schematic structures of Jupiter's main and gossamer rings are depicted here. Scientists studying data from NASA's Galileo spacecraft have found that the ring system is made up of impact debris created when meteoroids, which are fragments of comets and asteroids, slam into Jupiter`s four smallest satellites.
The top panel shows that the main ring (red) is formed mostly from meteoroid impact debris kicked up from the innermost moons, Metis (m) and Adrastea (a). Since both satellites orbit in paths not inclined to Jupiter's equator, the main ring appears as a narrow line.
The middle panel shows the additional effect of dust ejected from the satellite Amalthea (A), responsible for producing one of the two moon components of the gossamer ring. Amalthea's orbit is inclined to Jupiter's equatorial plane, and at different times the satellite's vertical position can range anywhere between the two extreme limits shown. Dust ejected from Amalthea (orange) produces a ring whose thickness equals Amalthea's vertical projections beyond Jupiter's equatorial plane.
The lower panel shows the additional effect of dust ejected from Thebe (T), which makes up the second component (shown in green) of the gossamer ring. Again, the two positions shown represent the maximum projections of Thebe from Jupiter's equatorial plane. This component of the gossamer ring is thicker than the component due to Amaltheas dust because Thebe's orbit is more inclined than that of Amalthea.
The Jupiter image was created from a map based on data obtained by the Hubble Space Telescope.


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Autor: Tilmann DenkSusanne Pieth WWW-Bearbeiter: Arne Schönwald
Letzte Änderung: Wednesday, 07-Jul-2004 13:15:06 CEST
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