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Galileo-Update - Oktober 1998

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PIA-01629, 13. Oktober 1998

Gemustertes Gebiet in Callisto's Asgard Becken
Dieses faszinierende Gebiet von Jupiter's Eismond Callisto zeigt den Übergang vom inneren Teil eines riesigen Einschlagsbeckens, Asgard, zu den äußeren umgebenden Ebenen. Kleine, helle, fein texturierte, eng beinander liegende Kuppen treten im gesamten inneren Teil des Beckens (im Bild oben) in Erscheinung und rufen ein feiner texturiertes Aussehen hervor als in vielen anderen der Ebenen zwischen einzelnen Kratern (inter-crater plains) auf Callisto. Bei niedriger Auflösung lassen diese eisigen Kuppen Asgard's Zentrum heller als das umliegende Gebiet erscheinen. Was diese Kuppen verursachte ist noch unbekannt, aber sie stehen klar mit dem Einschlag, der Asgard bildete, in Zusammenhang. Der diagonal unten links im Bild verlaufende Bergkamm ist einer von vielen gigantischen konzentrischen Ringen, die sich über hunderte von Kilometern außerhalb von Asgard's Zentrum erstrecken. Außerhalb des Ring's (linke untere Ecke) ändert sich Callisto's Oberfläche wesentlich. Immer noch mit vielen Impaktkratern besetzt, nimmt die Zahl der eisigen Kuppen ab, während dagegen ihre durchschnittliche Größe zunimmt. Die feine Textur ist im Mittelteil des Bildes nicht so gut erkennbar. Eine Erklärung ist, daß Material von höher gelegenen Bereichen (wie dem Bergkamm) nach unten rutscht und kleiner maßstäbliche Formen zudeckt. Aufnahmen wie diese helfen, die Dynamik gigantischer Einschläge in Eisoberflächen zu verstehen, und wie sich diese großen Strukturen mit der Zeit ändern. Norden ist oben in der Aufnahme. Das Bild, zentriert bei 27.1 nördlicher Breite und 142.3 westlicher Länge, überdeckt eine Fläche von ungefähr 80 auf 90 Kilometer. Die Auflösung ist etwa 90 m pro Bildelement. Das Bild wurde am 17. September 1997 aus einer Entfernung von 9200 Kilometern durch das Solid State Imaging System an Bord der NASA-Galileosonde während des zehnten Umlaufs um Jupiter aufgenommen.

PIA-01629, October 13, 1998

Textured Terrain in Callisto's Asgard Basin
This fascinating region of Jupiter's icy moon, Callisto, shows the transition from the inner part of an enormous impact basin, Asgard, to the outer "surrounding plains". Small, bright, fine textured, closely spaced bumps appear throughout the inner part of the basin (top of image) and create a more fine textured appearance than that seen on many of the other inter-crater plains on Callisto. At low resolution, these icy bumps make Asgard's center brighter than the surrounding terrain. What caused the bumps to form is still unknown, but they are associated clearly with the impact that formed Asgard. The ridge that cuts diagonally across the lower left corner is one of many giant concentric rings that extend for hundreds of kilometers outside Asgard's center. Exterior to the ring (lower left corner), Callisto's surface changes significantly. Still peppered with craters, the number of icy bumps decreases while their average size increases. The fine texture is not as visible in the middle of the image. One explanation is that material from raised features (such as the ridge) may slide down slope and covers small scale features. Such images of Callisto help us understand the dynamics of giant impacts into icy surfaces, and how the large structures change with time. North is to the top of the picture. The image, centered at 27.1 degrees north latitude and 142.3 degrees west longitude, covers an area approximately 80 kilometers (50 miles) by 90 kilometers (55 miles). The resolution is about 180 meters (590 feet) per picture element. The image was taken on September 17th, 1997 at a range of 9200 kilometers (5700 miles) by the Solid State Imaging (SSI) system on NASA's Galileo spacecraft during its tenth orbit of Jupiter.

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PIA-01630, 13. Oktober 1998

Callisto: Gruben oder Krater ?
Dieses Bild von Jupiter's zweitgrößtem Mond, Callisto, zeigt eines der von der NASA-Galileosonde entdeckten Rätsel. Oben links im Bild ist eine etwa 1 Kilometer im Durchmesser betragende Ansammlung von Formen, augenscheinlich von Kratern (siehe Vergrößerung) auf dem Boden einiger der größeren Krater und ebenso in den unmittelbar den größeren Kratern benachbarten Bereiche zu sehen. Einige dieser Formen sind nicht vollkommen rund. Sie sind einer Ansammlung von nicht näher zu bestimmenden "Pits" (Gruben) ziemlich ähnlich, die in einem der Callisto-Mosaike von Galileo's neuntem Orbit zu sehen sind. Eine mögliche Erklärung für diese Gruben ist, daß sie eine Klasse von bisher noch nirgends entdeckten endogenen Phänomenen (d.h. gebildet durch Prozesse auf oder unter der Oberfläche, eher als Impakt) darstellen. Eine weitere Erklärung ist, daß es sich um teilweise erodierte Sekundärkrater handelt. Sekundärkrater entsehen, wenn ein Projektil beim Einschlag Brocken ausschleudert, die groß genug sind, um selber kleine Krater bilden zu können. Durch genaues Studieren der Anordnung dieser Gruben und der Ansammlungen kleiner Krater in Bezug auf größere Einschläge, und ebenso durch sorgfältiges Analysieren des Erscheinungsbildes dieser beiden Gruppen hoffen die Wissenschaftler, die Herkunft dieser Gruben und den möglichen Zusammenhang mit den kleinen Kratern festzustellen. Norden ist oben in der Aufnahme, die Sonne kommt von rechts. Das Gesamtbild, zentriert bei 20.5 nördlicher Breite und 142.2 westlicher Länge, überdeckt eine Fläche von ungefähr 72 auf 55 Kilometer. Die Auflösung ist etwa 90 m pro Bildelement. Das Bild wurde am 17. September 1997 aus einer Entfernung von 8800 Kilometern durch das Solid State Imaging System an Bord der NASA-Galileo- sonde während des zehnten Umlaufs um Jupiter aufgenommen.

PIA-01630, October 13, 1998

Callisto: Pits or Craters?
This image of Jupiter's second largest moon, Callisto, presents one of the mysteries discovered by NASA's Galileo spacecraft. In the upper left corner of the image, what appear to be very small craters are visible (See enlargement.) on the floors of some larger craters as well as in the area immediately adjacent to the larger craters. Some these smaller craters are not entirely circular. They are very similar to a population of unclassified "pits" seen in one Callisto mosaic from Galileo's ninth orbit. One possible explanation for the pits is that they represent a class of previously unseen endogenic (formed by some surface or subsurface process, rather than an impact) features. Another explanation is that they are partially eroded secondary craters. Secondary craters are formed when an initial large impact ejects large enough pieces of the surface that the pieces themselves create small craters. By studying the orientation of the pits and clusters of small craters relative to larger impacts, as well as carefully examining the physical appearance of the two groups, scientists hope to discover the origin of the pits, and the possible relationship they may have with small craters. North is to the top of the picture, and the sun illuminates the surface from the right. The full image, centered at 20.5 degrees north latitude and 142.2 degrees west longitude, covers an area approximately 72 kilometers (45 miles) by 55 kilometers (34) miles. The resolution is about 90 meters (590 feet) per picture element. The image was taken on September 17th, 1997 at a range of 8800 kilometers (5460 miles) by the Solid State Imaging (SSI) system on NASA's Galileo spacecraft during its tenth orbit of Jupiter.

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PIA-01631, 13. Oktober 1998

So wenig kleine Krater auf Callisto
Diese relativ hoch aufgelöste Ansicht von Jupiter's Eismond Callisto zeigt zwei vermutlich nicht miteinander in Zusammenhang stehende Phänomene, die für die Planetenwissenschaftler ziemlich überraschend waren. Erstens überzieht eine dunkle, beweglich ("mobil") erscheinende Deckschicht Callisto's Oberfläche. Bewegungen dieses Materials treten an Abhängen auf, wie hier an einigen Kraterrändern zu sehen. Zweitens fehlen trotz der hohen Zahl an großen Kratern auf Callisto entsprechend die kleinen Krater, die in Kratergrößen- Häufigkeitsverteilungen auf anderen ähnlichen Körpern im Sonnensystem zu sehen sind. Kleine Krater in der Nähe von Abhängen würden durch Abwärtsbewegungendunklen Materials aufgefüllt, aber wodurch werden die anderen kleinen Krater ausgelöscht ? Eine alternative Erklärung ist, daß potentielle Projektile im Jupitersystem weniger kleine Objekte aufweisen als früher angenommen. Norden ist oben in der Aufnahme. Das Bild, zentriert bei 17.5 nördlicher Breite und 142.1 westlicher Länge, überdeckt eine Fläche von ungefähr 74 auf 75 Kilometer. Die Auflösung ist etwa 90 m pro Bildelement. Das Bild wurde am 17. September 1997 aus einer Entfernung von 8600 Kilometern durch das Solid State Imaging System an Bord der NASA-Galileo-sonde während des zehnten Umlaufs um Jupiter aufgenommen.

PIA-01631, October 13, 1998

So few Small Craters on Callisto
This moderately high resolution view of Jupiter's icy moon, Callisto, shows two, probably related, phenomena that were quite surprising to planetary scientists. First, a dark, mobile blanket of material covers Callisto's surface. Movement of this material occurs on slopes, as seen here on some crater walls. Second, while Callisto has a significant number of large craters, it lacks the related number of small craters which are seen in the crater size distributions of other similar bodies in our solar system. Small craters near slopes would become filled in by the downward movement of the dark material, but what erases the other small craters? One alternative is that the population of potential impactors around Jupiter has fewer small objects than previously expected. North is to the top of the picture. The image, centered at 17.5 degrees north latitude and 142.1 degrees west longitude, covers an area approximately 74 kilometers (46 miles) by 75 kilometers (47 miles). The resolution is about 175 meters (570 feet) per picture element. The image was taken on September 17th, 1997 at a range of 8600 kilometers (5330 miles) by the Solid State Imaging (SSI) system on NASA's Galileo spacecraft during its tenth orbit of Jupiter.

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PIA-01632, 13. Oktober 1998

Callisto's reichhaltige Kraterlandschaft
Dieser Ausschnitt der Callisto-Oberfläche, Jupiter's zweitgrößtem Mond, enthält eine ausserordentlich reichhaltige Kraterlandschaft. Der südliche (untere) Teil des Bildes wird von einem großen, abgetragenen Krater dominiert. Es gibt frische bis stark abgetragene Krater aller Größen, aber eine relativ niedrige Zahl kleiner, frischer Krater. Ein diagonal verlaufender Graben ("trench") durchschneidet einen Kraterrand im nördlichen (oberen) Teil des Bildes. Einige Ansammlungen (**cluster** (kursiv)) kleiner Krater kommen überall im Bild vor. Bilder, die Erscheinungsbild und Zahl der Krater enthüllen, helfen zu deuten, welche Erosionsprozesse auf einer Planetenoberfläche stattfinden und wie hoch das relative Alter der Oberfläche ist. Norden ist oben in der Aufnahme. Das Bild, zentriert bei 13.4 nördlicher Breite und 141.8 westlicher Länge, überdeckt eine Fläche von ungefähr 61 auf 60 Kilometer. Die Auflösung ist etwa 90 m pro Bildelement. Die dunklen schwarzen Linien zeigen Lücken im Empfang bei der Datenübertragung dieses Bildes an. Das Bild wurde am 17. September 1997 aus einer Entfernung von 8400 Kilometern durch das Solid State Imaging System an Bord der NASA-Galileo-Sonde während des zehnten Umlaufs um Jupiter aufgenommen.

PIA-01632, October 13, 1998

Callisto's Varied Crater Landscape
This portion of the surface of Callisto, Jupiter's second largest moon, contains an immensely varied crater landscape. A large, degraded crater dominates the southern (bottom) portion of the image. There are fresh to highly degraded craters at all sizes, but a relatively low number of small, fresh craters. A diagonal "trench" cuts across a crater rim in the north (top) of the image. Several clusters of small craters appear throughout the image. Images revealing the appearance and numbers of craters, help establish which erosional processes take place on a planet's surface, and help determine a relative age for the surface. North is to the top of the picture. The image, centered at 13.4 degrees north latitude and 141.8 degrees west longitude, covers an area approximately 61 kilometers (38 miles) by 60 kilometers (37 miles). The resolution is about 170 meters (560 feet) per picture element. The horizontal black lines indicate gaps in the data received for this image. The image was taken on September 17th, 1997 at a range of 8400 kilometers (5200 miles) by the Solid State Imaging (SSI) system on NASA's Galileo spacecraft during its tenth orbit of Jupiter.

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PIA-01633, 13. Oktober 1998

Die Tyre-Multiringstruktur auf Europa
Dieses Mosaik zeigt die Tyre-Multiringstruktur (früher Tyre Macula ) auf der Oberfläche des Jupitermondes Europa. Man glaubt, daß sie bei einem großen Einschlag entstanden ist. Der effektive Kraterdurchmesser im Zentrum beträgt ungefähr 40 Kilometer, wobei die gesamte Struktur viel größer ist. Die konzentrischen Ringe, fünf bis sieben sind deutlich erkennbar, bestehen aus Bergrücken und Tälern. Tyre is eine der wenigen Einschlagsstrukturen auf Europa mit konzentrischen Ringen, die darauf schließen lassen, daß sich zur Zeit des Einschlags fluides Material, möglicherweise Wasser, unter der Oberfläche befunden hatte. Einige Bergrücken scheinen durch den Einschlag zerstört worden zu sein. Norden ist im Bild oben, und die Sonne scheint von links. Das Bildzentrum liegt bei 34 Grad N / 144 Grad W und überdeckt eine Fläche von ungefähr (424 x 456) km. Die Auflösung beträgt 170 Meter pro Bildpixel. Die horizontalen- und vertikalen schwarzen Linien im Mosaik sind bedingt durch Lücken in den Originalbildern. Die Bilder wurden von der NASA-Raumsonde Galileo am 27. Mai 1998 mit der SSI (Solid State Imaging) Kamera aus einer Entfernung von 18 000 km aufgenommen.

PIA-01633, October 13, 1998

The Tyre multi-ring Structure on Europa
This mosaic shows the Tyre multi-ring structure which is thought to have been formed by a large impact onto Jupiter's moon Europa. The effective crater (large bull's-eye feature) is about 40 kilometers (25 miles) across while the entire structure is much larger. The feature was formerly known as Tyre Macula. The concentric rings, of which five to seven can be discerned easily, consist of troughs and ridges. Tyre is one of the few impact structures on Europa that has concentric rings and may indicate an area where fluid material, perhaps liquid water, lay below the surface at the time of impact. A few ridges within Tyre appear to have been partly destroyed at the time of impact. North is to the top of the picture and the sun illuminates the surface from the left. The mosaic is centered at 34 degrees north latitude and 144 degrees west longitude and covers an area approximately 424 by 456 kilometers (265 by 285 miles). The resolution is 170 meters (105 feet) across. The horizontal and vertical black lines in the mosaic indicate gaps in the data received for this image. The images were taken on May 27, 1998 at a range of approximately 18,000 kilometers (11,250 miles) by the Solid State Imaging (SSI) system on NASA's Galileo spacecraft.

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PIA-01634, 13. Oktober 1998

Asgard Multiringstruktur auf Callisto
Dieses Mosaik zeigt die Asgard Multiringstruktur auf Callisto, Jupiter's zweitgrösstem Eismond. Die Asgard Struktur, zentriert bei etwa 30 Grad N und 142 Grad West, misst etwa 1700 km im Durchmesser und besteht aus einer hellen zentralen Zone umgeben von diskontinuierlichen Ringen. Die Ringe stellen Brüche dar, die entstanden, als Callisto's Oberfläche durch einen grossen Kometen oder Asteroiden getroffen wurde. Bei früheren Untersuchungen Asgard's wurden drei Hauptzonen identifiziert: (1) innere helle Ebenen im Zentrum, (2) eine Zone von nach innen gerichteter Steilhängen, (3) eine Zone diskontinuierlicher konzentrischer Täler (**oder auch: Gräben**). Im Mosaik sind Daten hoher Auflösung mit 88 m pro Bildelement (Pixel), aufgenommen während des zehnten Orbits der Galileo-Sonde um Jupiter im September 1997, mit Daten niedrigerer Auflösung von 1.1 km pro Pixel kombiniert, die während des dritten Orbits im November 1996 aufgenommen wurden. Die verbesserte Auflösung der vom Solid State Imaging (SSI) System an Bord der NASA Galileosonde gelieferten Bilder erlaubt neue Einsichten in das Asgard Multiringsystem. Galileobilder zeigen, dass die zentralen hellen Ebenen einen jungen Domkrater, genannt Doh, enthalten, der am südwestlichen Rand (ganz oben auf dem hochaufgelösten Bildstreifen) sitzt. Doh's Durchmesser beträgt etwa 50 km. Domkrater enthalten eine zentrale Aufwölbung anstelle einer schüsselförmigen Vertiefung oder eines Zentralberg's, die sonst typisch sind für Krater. Die inneren Ringe Asgard's sind in den hochaufgelösten Daten dem Anschein nach eher abgetragene Bergkämme als nach innen gerichtete Steilhänge, als die sie in niedriger aufgelösten Daten interpretiert wurden. In den äussersten Ringen bedeckt dunkles, nicht aus Eis bestehendes Material, das von den Hängen der Gräben nach unten gerutscht ist, die Böden und lässt sie dunkler erscheinen als die umgebenden Kraterebenen. Norden ist oben in der Aufnahme. Die hoch aufgelösten Bilder wurden mit dem Clear-Filter des Solid State Imaging (SSI) System's an Bord der NASA Galileo- Sonde aufgenommen, als die Sonde weniger als 9500 km von Callisto entfernt war. Im Bildmosaik erscheint ein diffuser dunkler Streifen, der etwa in der Mitte beginnt und entlang des Streifens der hochaufgelösten Bilder nach unten verläuft. Dieses Helligkeitsabnahme ist bedingt durch einen speziellen Bildverarbeitungsprozess, der verwendet wurde, um die hochaufgelösten Daten auf dem Hintergrund anzubringen.

PIA-01634, October 13, 1998

Asgard Multi-Ring Structure on Callisto
This mosaic shows the Asgard multi-ring structure on Callisto, Jupiter's second largest icy moon. The Asgard structure, centered near 30 degrees north latitude, 142 degrees west longitude, is approximately 1700 km across (1,056 miles) and consists of a bright central zone surrounded by discontinuous rings. The rings are fractures that formed when Callisto's surface was struck by a large comet or asteroid. Previous analysis of Asgard identified three major zones: 1) interior bright plains in the center, 2) a zone of inward facing cliffs and, 3) a zone of discontinuous concentric troughs. The mosaic combines high resolution data of 88 meters per picture element (pixel) taken on the tenth orbit of the Galileo spacecraft around Jupiter in September 1997, with low resolution data of 1.1 kilometers (km) per pixel obtained on the third orbit in November 1996. The improved resolution of images obtained by the Solid State Imaging (SSI) system on board NASA's Galileo spacecraft allows for new insights into the Asgard multi-ring system. Galileo images show that the bright central plains includes a young dome crater, named Doh, located on its southwestern margin (at the top of the high resolution strip). Doh is about 50 km (30 miles) in diameter. Dome craters contain a central mound instead of a bowl shaped depression or the central mountain typically seen in craters. The inner rings of Asgard appear to be degraded ridges in the high resolution data, rather than inward-facing cliffs or scarps as previously interpreted from lower resolution images. In the outermost rings, dark non-ice material that slid down the walls of the troughs has made their floors darker than the surrounding cratered plains. North is to the top of the picture. The high resolution images were obtained with the clear filter of the Solid State Imaging (SSI) system when NASA's Galileo spacecraft was less than 9,500 kilometers from Callisto. There appears to be a diffuse darker stripe, beginning near the middle and continuing down the strip of higher resolution frames. This darkening is due to the processing used to place the higher resolution frames into the background context.

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PIA-01635, 13. Oktober 1998

Heiße Stellen hoher Temperatur auf Io Eclipse-Aufnahmen entdeckt
Diese Ansichten des Jupitermondes Io, der zum Zeitpunkt der Aufnahmen vom Jupiterschatten verfinstert wurde, sind entsprechend der Oberflächentemperatur farbcodiert. Von blau über gelb zu rot nimmt die Helligkeit und damit die Temperatur zu. Die hellen Stellen markieren Vulkanschlote, die heiße Lava ausspeien. Messungen der Raumsonde Galileo deuten auf Temperaturen von 1700 Kelvin (ca. 1400 Grad Celsius) bei Pillan hin und könnten bis zu 2000 Kelvin (ca. 1700 Grad Celsius) hoch gewesen sein. Die heißesten Eruptionen auf der Erde erreichen heutzutage lediglich Temperaturen von ungefähr 1500 Kelvin (ca. 1200 Grad Celsius), jedoch kamen heißere Lavaeruptionen auf der Erde vor einigen Milliarden Jahren ebenfalls vor. Der linke und mittlere Teil des Bildes zeigt ein "Rohbild" der SSI-Kamera (Solid State Imaging) von Galileo ohne weitere Bildverarbeitung, abgesehen von der Farbcodierung und der Beschriftung. Die kleinen hellen Flecken entstanden durch den Einfluß hochenergetischer Strahlung. Die hellen senkrechten Linien sind durch Defekte im Detektor (CCD) verursacht. Das Bild entstand bei eine Doppelbelichtung des CCD-Chips, zum einen durch den 1-Mikrometer-Filter und zum anderen den Clear-Filter (Breitbandfilter) hindurch. Allerdings bewegte sich bereits während der ersten (linken) Aufnahme die Kameraplattform in Richtung der Position der zweiten Aufnahme, so daß die 1-Mikrometer-Aufnahme gewissermaßen "verschmiert" wurde. Das mittlere Bild ist daher eine Kombination aus beiden Aufnahmen. Der hellste "Hot Spot", Pillan, war in beiden Aufnahmen gesättigt, aber die Bewegung der Platform während der 1-Mikrometer Belichtung erzeugte eine horizontale Linie zwischen den beiden Positionen von Pillan. Diese nicht gesättigte Linie erlaubte es, eine Temperaturbestimmung vorzunehmen. Für weitere Informationen sei auf einen Bericht im Science Magazine, Vol. 281, 3 July 1998, Seite 87 verwiesen. Die dritte Ansicht (rechts) zeigt die prozessierte Aufnahme des Clear-Filters. Diffuses Leuchten, hervorgerufen durch die elektronische Anregung von Gasen, ist sowohl am Rand als auch über aktiven Vulkanen, wie etwa Marduk zu sehen. Norden ist oben im Bild. Die Bildauflösung beträgt 14,6 km pro Bildelement (Pixel), die "Hot Spots" sind jedoch durch Kamerabewegungen über einen Bereich von etwa neun Pixel verschmiert. Modellierungen deuten darauf hin, daß die wahre Ausdehnung der "Hot Spots" wesentlich geringer als die Größe eines Pixels ist. Das Bild wurde am 28. Juni 1997 aus einer Entfernung von 1.440.000 Kilometern vom SSI-Kamerasystem an Bord von Galileo aufgenommen.

PIA-01635, October 13, 1998

Io in Eclipse reveals High Temperature Hot Spots
These views of Jupiter's moon Io in the eclipse of the large planet's shadow are color coded so blue to yellow to red represents increasing brightness. The bright spots indicate the locations of volcanic vents on Io, which are spewing hot lava. This image and other data from NASA's Galileo spacecraft indicate that the lava at Pillan Patera (marked Pillan) exceeded 1,700 kelvin (2,600 degrees Fahrenheit) and may have reached 2,000 kelvin (3,140 degrees Fahrenheit). The hottest eruptions on Earth today reach temperatures of about 1,500 kelvin (2,240 degrees Fahrenheit), but hotter lava erupted billions of years ago. The left and middle parts of this picture show a "raw" image presented without processing other than color coding and labeling. Small, bright pixels and clusters of pixels represent radiation interference. The bright vertical lines are column blemishes in the imaging detector (CCD). An image of Io was acquired through both a 1-micrometer filter (left) and clear filter on the Galileo solid state imaging camera system. Both images were exposed on the same frame; however, during the left exposure, the spacecraft platform moved, causing the exposure to slide toward the clear filter position. The middle view disc combines the two exposures. The brightest hot spot at Pillan Patera was saturated in both filters, but the platform motion resulted in a horizontal line between the Pillan positions. The unsaturated line allows measurement of Pillan's temperature. For further information, see a report in Science magazine, Vol. 281, July 3, 1998, page 87. The third view (right) is the processed clear filter data. Diffuse glows, produced by energized particles interacting with gases, highlight both the rim of Io's disc and active plumes such as Marduk. North is to the top of the picture. The resolution is 14.6 kilometers (9 miles) per picture element (pixel), but camera motion smeared the hot spots over about nine pixels. They appear bigger than they really are; modeling indicates the actual hot spots are much smaller than the pixels. The image was taken on June 28, 1997 at a range of 1,440,000 kilometers (890,000 miles).

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PIA-01636, 13. Oktober 1998

Gewitterstürme auf Jupiter
Die Bilder zeigen Gewitterstürme an drei verschiedenen Stellen (Spalten 1, 2, 3) auf Jupiters Nachtseite. Jede Spalte zeigt mehrere Blitze, die von verschiedenen Stellen desselben Gewittersturms herrühren. Die Blitze entstehen in Jupiters Wasserwolken, die sich rund 50 bis 75 Kilometer unterhalb der Ammoniakwolken befinden. Letztere wirken wie ein lichtdurchlässiger Schirm, welcher das Licht über ein Gebiet "verwischt" bzw. "streut", das von der Größe her vergleichbar ist mit der Tiefe, in der sich die Gewitterwolken befinden. Einzelne Blitze sind bei einer räumlichen Bildauflösung von 133 Kilometern pro Bildpunkt nicht mehr erkennbar. Die hellsten Blitze senden soviel Energie aus wie 30 Millionen 100-Watt-Glühbirnen innerhalb von einer Sekunde; damit sind die Blitze auf Jupiter mehrere Hundert mal heller als Gewitter auf der Erde. Die untere Bildreihe zeigt dieselben drei Stürme wie die obere Reihe, jedoch, wurden diese Aufnahmen zwei Minuten später gewonnen. Die Bilder wurden durch den "Clear-Filter" (Breitbandfilter) hindurch aufgenommen, die Belichtungszeit betrug 90 Sekunden. Wolken, die vom reflektierten Licht des Jupitermonde Io angestrahlt wurden, sind im Hintergrund erkennbar. "Mondlicht" ist auf Jupiter 100000 mal schwächer als Sonnenlicht, und Gewitterblitze könnten auf der Tagseite des Planeten nicht entdeckt werden. Norden ist im Bild oben. Die planetozentrischen nördlichen Breiten ( Grad N) und westlichen Längen (Grad W) der Gewitterstürme betragen 34,4 Grad N, 16,1 Grad W in Spalte 1, 23,4 Grad N und 27,6 Grad W in Spalte 2, sowie 8,6 Grad N und 15,6 Grad W in Spalte 3. Jedes EInzelbild hat eine Kantenlänge von rund 8000 Kilometern. Die Bilder wurden am 6. Oktober 1997 um 00:15:01 Uhr UTC und 00:17:03 Uhr UTC von der SSI (Solid State Imaging) Kamera der Galileosonde aufgenommen. Zum Aufnahmezeitpunkt befand sich Galileo in einem Abstand von 6,62 Millionen Kilometern zum Planeten.

PIA-01636, October 13, 1998

Changing Lightning Storms on Jupiter
This view shows lightning storms in three different locations (panels 1, 2, and 3) on Jupiter's night side. Each panel shows multiple lightning strikes, coming from different parts of the same storm. The lightning originates in Jupiter's water cloud, which is 50 to 75 kilometers (30 to 45 miles) below the ammonia cloud. The latter acts as a translucent screen, diffusing the light over an area comparable to the depth. The individual strikes are unresolved in these images, which have a resolution of 133 kilometers (80 miles) per picture element. The brightest strikes emit as much light energy as 30 million 100-watt light bulbs burning for one second, which makes the strikes hundreds of times brighter than lightning on Earth. The bottom row shows the same three storms as the top row but the bottom-row images were taken two minutes later. The images were taken in the clear filter with an exposure time of 90 seconds. Clouds, illuminated by light reflected off Jupiter's moon Io, can be seen in the background. Moonlight on Jupiter is 100,000 times fainter than sunlight, and the lightning flashes would be undetectable on the day side of the planet. North is at the top of the picture. The planetocentric latitudes and west longitudes (in degrees) of the storms in panels 1 through 3 are (34.4, 16.1), (23.4, 27.6), and (8.6, 15.6), respectively. The panels are 8,000 kilometers (5,000 miles) on a side. The images in the top row were taken on October 6, 1997 at Universal Times (in hours:minutes:seconds), of 00:15:01, 00:17:03, and 00:17:03, respectively, by the solid state imaging camera system onboard NASA's Galileo spacecraft. Distance from the planet to the spacecraft was 6.62 million kilometers (4.1 million miles).

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PIA-01637, 13. Oktober 1998

Ios Aurora
Diese "gespenstische" Ansicht des Jupitermondes Io (linkes Bild) wurde von der NASA-Raumsonde Galileo aufgenommen, als der Mond sich im Schatten von Jupiter befand. Gase über der Mondoberfläche erzeugen im sichtbaren Wellenlängenbereich des Lichtes ein schemenhaftes Leuchten (hier die Farben rot, grün und violett). Diese lebhaften Farben, zum ersten Mal beobachtet, werden durch die Kollision der atmosphärischen Gase von Io mit den energiereichen Teilchen verursacht, die im Magnetfeld Jupiters gefangen sind. Vermutlich erzeugen Mechanismen, die denen in irdischen Polarlichtern ähneln, die grünen und roten Farbtöne. Blaue Farbtöne hingegen markieren Gebiete, in denen bei Vulkanausbrüchen Gaswolken ausgestoßen wurden und könnten Orte sein, an denen eine elektrische Verbindung zwischen Io und Jupiter besteht. Die Beobachtungsgeometrie ist im Bild rechts dargestellt. Norden ist oben und Jupiter ist rechts. Die Bildauflösung beträgt 13,5 km/Bildpunkt. Die Aufnahmen wurden am 31. Mai 1998 während des 15. Orbits aus einer Entfernung von 1,3 Millionen Kilometern durch das SSI-Kamerasystems (Solid State Imaging) an Bord der Raumsonde Galileo gewonnen.

PIA-01637, October 13, 1998

Io's Aurorae
This eerie view of Jupiter's moon Io in eclipse (left) was acquired by NASA's Galileo spacecraft while the moon was in Jupiter's shadow. Gases above the satellite's surface produced a ghostly glow that could be seen at visible wavelengths (red, green, and violet). The vivid colors, caused by collisions between Io's atmospheric gases and energetic charged particles trapped in Jupiter's magnetic field, had not previously been observed. The green and red emissions are probably produced by mechanisms similar to those in Earth's polar regions that produce the aurora, or northern and southern lights. Bright blue glows mark the sites of dense plumes of volcanic vapor, and may be places where Io is electrically connected to Jupiter. The viewing geometry is shown in the image on the right. North is to the top of the picture, and Jupiter is towards the right. The resolution is 13.5 kilometers (8 miles) per picture element. The images were taken on May 31, 1998 at a range of 1.3 million kilometers (800,000 miles) by Galileo's onboard solid state imaging camera system during the spacecraft's 15th orbit of Jupiter.

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PIA-01638, 13. Oktober 1998

Gewitter auf Jupiter und der Sturm bei Tageslicht
Das Bild zeigt einen Wirbelsturm (linke Spalte) und die zugehörigen Gewitterblitze (rechte Spalte) in Jupiters Atmosphäre. Die linken Bilder zeigen die Stürme bei Tageslicht. Die rechten Bilder zeigen die links eingerahmten Ausschnitte, wie sie 110 Minuten später zur Nachtzeit erschienen. Viele Gewitterblitze sind auf den Bildern der Nachtseite erkennbar, die ihrerseits im Abstand von 3 Minuten und 38 Sekunden aufgenommen wurden. Das helle, wolkenbedeckte Gebiet der Tageslichtansicht ähnelt in ihrem Erscheinungsbild Gebieten mit aufsteigenden Luftmassen auf der Erde. Die dunkle, wolkenarme Region westlich (links) erscheint ähnlich wie ein Gebiet mit absteigenden Luftmassen auf der Erde. Das Vorhandensein von Gewittern bestätigt, daß es sich hier um ein Gebiet handelt, in dem eine hohe Luftfeuchtigkeit vorherrscht. Die Blitze entstehen unterhalb der "Ammoniakwolken", die wie ein lichtdurchlässiger Schirm wirken, der das Licht über ein weites Gebiet streut. Diese Lichtstreuung kann benutzt werden, um die ungefähre Tiefe der Gewitter abzuschätzen; sie liegen rund 75 Kilometer unter den Ammoniakwolken. Dieses Bild steht im Einklang mit der Hypothese, daß Gewitter in der Wasserwolkenschicht Jupiters in rund 75 Kilometern Tiefe entstehen. Um Einzelheiten der Gewitter besser zeigen zu können wurden die Nachtseite-Bilder um einen Faktor 2 gegenüber den Tagseite-Bildern aufgehellt. Die planetographischen Längen und Breiten sind in den Bildern angegeben. Auf Jupiter entspricht ein Breitengrad einer Distanz von 1200 Kilometern, die Kantenlänge des hervorgebhobenen Bildausschnitts beträgt also rund 2400 Kilometer. Die Bildauflösung beträgt 23 Kilometer pro bildpunkt (Pixel). Die Aufnahme der Tagseite wurde durch den 727-Nanometer-Filter aufgenommen, die Belichtungszeit betrug 0,529 Sekunden, die Aufnahmezeit war 23:03:03 Universalzeit (UTC) am 7. November 1997. Das obere Nachtseite-Bild wurde durch den Rotfilter mit einer Belichtungszeit von 166,9 Sekunden im "Gain-State" 1 um 00:49:59 UTC am 8. November 1997 aufgenommen. Das untere Nachtseite-Bild wurde durch den Rotfilter mit einer Belichtungszeit von 38,9 Sekunden im "Gain-State" 2 um 00:53:37 UTC am 8. November 1997 aufgenommen. Das Signal-Rausch-Verhältnis ist im unteren Nachtseite-Bild größer als im oberen, weil die beim CCD-Auslesen eingestellte Empfindlichkeit höher war. Die Bilder wurden vom SSI (Solid State Imaging) Kamera-System an Bord der NASA-Raumsonde Galileo aus 1,1 Millionen Kilometern aufgenommen.

PIA-01638, October 13, 1998

Jovian Lightning and the Daytime Storm
This picture highlights a convective storm (left panel) and the associated lightning (right panels) in Jupiter's atmosphere. The left image shows the dayside view. The right images show the area highlighted (box) in the dayside view as it appeared 110 minutes later during the night. Multiple lightning strikes are visible in the night side images, which were taken 3 minutes and 38 seconds apart. The bright, cloudy area in the dayside view is similar in appearance to a region of upwelling in Earth's atmosphere. The dark, clear region to the west (left) appears similar to a region of downwelling in Earth's atmosphere. The presence of lightning confirms that this is a site of moist convection. The lightning originates below the visible ammonia cloud, which acts as a translucent screen, diffusing the light over a wider area. This apparent width can be used to infer the depth of approximately 75 kilometers (46 miles). This figure is consistent with the hypothesis that lightning originates in the Jovian water cloud at about 75 kilometers (46 miles) depth. To show details of the lightning, the nightside images have been expanded by a factor of two relative to the dayside image. The latitude and longitude scale is shown around the left panel. On Jupiter, one degree of latitude spans a distance of 1,200 kilometers (744 miles), so the highlighted area is approximately 2,400 kilometers (1,488 miles) on a side. The resolution is 23 kilometers (14 miles) per picture element. The dayside image was taken through the 727 nanometer filter with an exposure of 0.529 seconds at 23:03:03 Universal Time on November 7, 1997. The upper night side image was taken through the red filter with an exposure of 166.9 seconds in gain state 1 at 00:49:590 Universal Time on November 8, 1997. The bottom night side image was taken through the red filter with an exposure of 38.9 seconds in gain state 2 at 00:53:37 Universal Time on November 8, 1997. The signal to noise ratio is greater in the lower night side image because the gain state is higher. The images were taken by the solid state imaging camera system on NASA's Galileo spacecraft at a range of 1.1 million kilometers (680,000 miles).

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PIA-01639, 13. Oktober 1998

Gewittersturm nordwestlich vom Großen Roten Fleck
Diese Falschfarbenaufnahme eines Wirbelsturms 10000 Kilometer nordwestlich vom Großen Roten Fleck auf Jupiter wurde von der NASA-Raumsonde Galileo am 26. Juni 1996 aufgenommen. Die weiße Wolke im Zentrum ist eine große, dicke Wolke mit einem Durchmesser von 1000 Kilometern; sie liegt 25 Kilometer höher als die meisten der umliegenden Wolken. Die Wolkenbasis erstreckt ich nach links und erscheint rot in dieser Darstellung. Die rote Farbe weist darauf hin, daß die Wolken sehr tief in die Atmosphäre hineinreichen, rund 50 Kilometer unter die umgebenden Wolken. Die meisten erkennbaren Streifen und Merkmale in den Jupiterwolken stammen von mehr oder weniger dicken Ammoniakwolken, die sich bei einem Umgebungsluftdruck bilden, der geringfügig unter dem irdischen Luftdruck auf Meereshöhe liegt. Auf Jupiter ist Wasser die einzige Substanz, die Wolken in einer Tiefe bilden kann, in der der fünffache irdische Luftdruck herrscht. Die Unterseite des hier gezeigten Gewittersturms liegt so tief, daß daher nur Wasserwolken dafür in Frage kommen. Bereits im Jahre 1979 sahen die Voyagersonden der NASA vergleichbare Wolken nahe am Großen Roten Fleck. Sie entstanden in Abständen von rund zehn Tagen und existierten dann einige Tage lang. Die Voyager-Kameras waren aber nicht in der Lage, die relative Höhe des Sturms zu bestimmen. Es wird angenommen, daß dieser Sturm große Ähnlichkeit zu irdischen Gewitterstürmen hat; der hochliegende, helle, weiße Teil wäre dann mit der bekannten "Amboß-Form" von irdischen Wolken vergleichbar. Ob Regen oder Schnee aus den Jupiterwolken fällt, ist unbekannt, aber es gibt Hinweise, daß in vergleichbaren Stürmen auf Jupiter Blitze auftreten. Der dramatischste Unterschied zwischen diesem Sturmgebiet auf Jupiter und typischen Gewitterstürmen auf der Erde ist der Maßstab. Der Amboß dieses Jupitersturms ist rund 1000 Kilometer groß und 75 Kilometer hoch. Auf der Erde messen die größten Ambosse 200 Kilometer im Durchmesser und sind 18 Kilometer hoch. Je nach Wellenlänge kann Licht unterschiedlich tief in die Jupiteratmosphäre eindringen, bevor es von Wolken reflektiert wird. In diesem Bild wurden Daten des 756-Nanometer (nm)-Filters auf den Rotkanal gelegt. Bei 756 nm sind die Gase in Jupiters Atmosphäre vergleichsweise lichtdurchlässig, und das Licht kann tief in die Atmosphäre eindringen. Daten des 889-nm-Filters wurden für den Blaukanal verwendet, Daten des 727-nm-Filters für den Grünkanal. Bei diesen Wellenlängen absorbieren die Gase in der Jupiteratmosphäre das Licht sehr stark, so daß nur hochliegende Wolken dieses Licht reflektieren können. Blau und grün erscheinende Gebiete stellen also höherliegende Wolken dar, während rötliche Gebiete tiefer- und ebenfalls höherliegende Wolken zeigen. Norden ist im Bild oben; die Aufnahme wurde aus 1,75 Millionen Kilometern Entfernung von der SSI (Solid State Imaging) Kamera der Galileosonde gewonnen. Das Bild deckt ein Gebiet von ca. (9000 x 7000) Kilometern ab.

PIA-01639, October 13, 1998

Water Cloud Thunderstorm Northwest of Great Red Spot
This false-color picture of a convective thunderstorm 10,000 kilometers (6,218 miles) northwest of Jupiter's Great Red Spot was obtained by NASA's Galileo spacecraft on June 26, 1996. The white cloud in the center is a tall, thick cloud 1,000 kilometers (620 miles) across, standing 25 kilometers (15 miles) higher than most of the surrounding clouds. Its base extends off to the left and appears red in this representation. This red color indicates that the cloud base is very deep in the atmosphere, about 50 kilometers (30 miles) below the surrounding clouds. Most of the wisps and features in Jupiter's clouds are thick and thin ammonia clouds, forming at a pressure just less than Earth's sea level pressure. On Jupiter, water is the only substance to form a cloud at a depth where the pressure is about five times the Earth's sea level pressure. The red base of this thunderstorm is so deep that it can only be a water cloud. In 1979 NASA's Voyager spacecraft saw convective clouds of this type near the Great Red Spot. They erupted like this roughly once every 10 days and lasted a few days each. But Voyager's cameras could not allow the determination of the storms' altitude. It is thought that this storm is analogous to an Earth thunderstorm, with the cloud's high, bright, white portion comparable to the familiar anvil cloud on Earth. Whether any rain or snow is falling below this cloud is unknown, but there are indications that similar storms on Jupiter have lightning in them. The most dramatic difference between this storm and typical thunderstorms on Earth is the scale. The anvil of this storm is 1,000 km (620 miles) across and 75 km (46 miles) high. On Earth, the largest anvils are 200 km (124 miles) across and 18 km (11 miles) high. Light at different wavelengths penetrates to different depths in Jupiter's atmosphere before being reflected by clouds. In this image, red represents data taken with the 756 nanometer (nm) filter, where Jupiter's atmospheric gases are mostly transparent and the light penetrates deeply. Blue and green represent data taken with the 889 and 727 nm filters, respectively, where the gases in Jupiter's atmosphere absorb strongly, so only high clouds can reflect the light. Thus, the blue and green areas depict higher clouds, while the red areas show deep clouds as well as higher clouds. North is to the top of the picture, which was taken at a distance of 1.75 million kilometers (1.09 million miles) by Galileo's onboard solid state imaging camera system. The image covers an area approximately 9,000 by 7,000 kilometers (5,580 by 4,340 miles).

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PIA-01640, 13. Oktober 1998

"Fausthandschuh-förmiges" Chaos-Gebiet auf Europa
Diese Ansicht von Jupiters Eismond Europa zeigt ein Gebiet, das wie ein Fausthandschuh aussieht und von seiner Beschaffenheit her dem Chaos-Gebiet ähnelt, das bei mittlerer und hoher Auflösung an zahlreichen Stellen der Oberfläche von Europa zu finden ist. Hier dürfte wahrscheinlich einer der wichtigsten geologischen Prozesse, die den Mond überprägen, zu sehen sein. Norden ist im Bild oben, und die Sonne scheint von links. Das Material im "Handschuh" sieht aus wie gefrorener Schneematsch und scheint bzgl. der angrenzenden Oberfläche (die ihrerseits nach unten gebogen und gebrochen wurde - insbesondere entlang des Süd-West-Randes) nach oben gewölbt zu sein. Wissenschaftler des Galileo-Imaging-Teams untersuchen verschiedene Hypothesen der Entstehung solcher Gebiete wie z.B. Festkörperkonvektion (senkrechte Bewegung zwischen Gebieten, die sich aufgrund von Erwärmung in der Dichte unterscheiden), "Hervorquellen" von viskoser "Eislava" oder flüssiges Wasser, das von einem Sub-Ozean kommend zur Oberfläche durch Schmelzprozesse vorgedrungen ist. Das Bild liegt bei 20 Grad N/80 Grad W und überdeckt eine Fläche von ungefähr 175 x 180 km. Die Auflösung beträgt 235 m pro Bildpunkt. Die Bilder wurden von der SSI-Kamera auf der NASA-Raumsonde Galileo am 31. Mai 1998 aus einer Entfernung von 23.000 km gemacht.

PIA-01640, October 13, 1998

Mitten shaped region of Chaotic Terrain on Europa
This view of Jupiter's icy moon Europa shows a region shaped like a mitten that has a texture similar to the matrix of chaotic terrain, which is seen in medium and high resolution images of numerous locations across Europa's surface. Development of such terrain may be one of the major processes for resurfacing the moon. North is to the top and the sun illuminates the surface from the left. The material in the "catcher's mitt" has the appearance of frozen slush and seems to bulge upward from the adjacent surface, which has been bent downward and cracked, especially along the southwest (lower left) margins. Scientists on the Galileo imaging team are exploring various hypotheses for the formation of such terrain including solid-state convection (vertical movement between areas which differ in density due to heating), upwelling of viscous icy "lava", or liquid water melting through from a subsurface ocean. The image, centered at 20 degrees north latitude, 80 degrees west longitude covers an area approximately 175 by 180 kilometers (108 by 112 miles). The resolution is 235 meters per picture element. The images were taken on 31 May, 1998 Universal Time at a range of 23 thousand kilometers (14 thousand miles) by the Solid State Imaging (SSI) system on NASA's Galileo spacecraft.


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Autor: Tilmann DenkSusanne Pieth WWW-Bearbeiter: Arne Schönwald
Letzte Änderung: Wednesday, 07-Jul-2004 13:15:44 CEST
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